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Countrymusiker Caleb Keeter: Bewegendes Statement: Las Vegas macht aus einem Waffenbefürworter einen Waffengegner

Gitarrist Caleb Keeter spielte mit der Josh Abbott Band auf dem Festival in Las Vegas, bevor das Attentat geschah. Danach postete er ein bewegendes Statement über seine Einstellung zum Recht auf Waffenbesitz. Für ihn hat sich alles geändert.

Caleb Keeter ist Gitarrist in der Josh Abbott Band, die auf dem Festival in Las Vegas spielte, bei dem durch einen Amokschützen 59 Menschen getötet worden. Nach dem Massaker durch den 64-jährigen Stephen Paddock, der von einem Hotel aus mit einem Schnellfeuergewehr in die Menge schoss, hat Keeter ein Statement auf Twitter veröffentlicht. Darin macht der Gitarrist deutlich, dass der Massenmord seine Einstellung zu Waffen geändert hat: "Wir brauchen strengere Waffengesetzte JETZT. SOFORT" lautet seine Botschaft.

In dem längeren Statement sagt Keeter, dass er bislang ein Unterstützer des 2. Zusatzartikels der USA gewesen sei. Darin ist das Recht auf Besitz und Tragen von Waffen festgeschrieben. Doch durch das Attentat ist er von einem Waffenbefürworter zu einem Gegner geworden: "Ich kann gar nicht sagen, wie falsch ich lag", schreibt er. "In unserer Crew haben wir Mitglieder, die eine CHL-Lizenz haben (für Handfeuerwaffen, d. Red.), und wir haben legal Waffen in unserem Bus dabei." Und: "Sie waren nutzlos."

Keeter: Massenmord nur möglich durch freien Zugang zu Waffen

Sie konnten die Waffen nicht einsetzen, weil sie fürchteten, dann für die Täter gehalten zu werden. Weiter schreibt Keeter: "Eine kleine Gruppe (oder ein einzelner Mann) verwüstete eine Stadt mit engagierten, furchtlosen Polizisten, die verzweifelt versuchten zu helfen,. Und das alles nur, weil er freien Zugang zu einer riesigen Menge an Feuerwaffen hatte. Genug ist genug".

Er berichtete wie er schon abgeschlossen hatte mit seinem Leben. Er und die die anderen Bandmitglieder wären ganz in der Nähe eines Opfers gewesen, das von dem "Scheiß Feigling" getroffen worden war. 

Einstellung zu Waffen war ein Fehler

Sein größter Fehler sei es gewesen, dass er stur an seiner Einstellung zu Waffen festgehalten habe, bis er und seine Brüder selbst durch Waffen bedroht worden seien. Es sei ein Riesenglück, dass sie nicht selbst zu Opfern gehören. 


Zahlreiche Countrybands haben sich bestürzt über das Attentat gezeigt und ihr Mitgefühl für die Opfer ausgedrückt. Die "New York Times" nennt einige dieser Trauerbekundungen und Statements politisch bedeutend, weil viele Countryfans zur Fraktion der Waffenbefürworter zählen. Vor sieben Jahren startete der nationale Waffenverband NRA (National Rifle Association) sogar eine Zusammenarbeit, mit in den USA bekannten Countrybands, um Werbung für sich und ihre Sache zu machen.

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