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Großbritannien: Atomkraftwerk nach Brand abgeschaltet

Neuer Zwischenfall in einem AKW: Im Südosten Englands ist ein Atomkraftwerk nach einem Brand außer Betrieb gesetzt worden. Die Feuerwehr brauchte zwei Stunden, um die Flammen zu löschen.

Ein britisches Atomkraftwerk ist nach einem Brand in einer Heizkesselanlage abgeschaltet worden. Radioaktive Strahlung sei bei dem Zwischenfall in der Nacht zum Dienstag nicht freigesetzt worden, sagte eine Sprecherin des Betreibers. Auch die Menschen in der Umbebung seien zu keiner Zeit gefährdet gewesen.

Wie erst jetzt bekannt wurde, war der Brand um kurz vor Mitternacht am Montag in einem Kesselgebäude ausgebrochen. Einer der beiden Reaktoren der Anlage Dungeness B in der Grafschaft Kent sei ohnehin wegen Wartungsarbeiten abgeschaltet gewesen. Der zweite Reaktor sei nach Ausbruch des Feuers dann ebenfalls heruntergefahren worden, hieß es. Nach Angaben des Rettungsdienstes brauchte die Feuerwehr zwei Stunden, um die Flammen zu löschen. Die Brandursache wird noch untersucht, verletzt wurde niemand.

Erst vor zwei Tagen hatte ein anderer Zwischenfall in einem Atomreaktor für Schlagzeilen gesorgt: Aus dem Kernkraftwerk Three Mile Island im US-Bundesstaat Pennsylvania waren am Montag geringe Mengen Radioaktivität ausgetreten. Rund 150 Arbeiter des Kraftwerks wurden vorsichtshalber nach Hause geschickt. Es habe aber keinerlei Gefahr für ihre Gesundheit bestanden, teilte der Betreiber mit.

DPA/AP/AP/DPA
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