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Ground Zero: Terroropfer in 9/11-Trümmern entdeckt

Der Schutt des World Trade Centers ist neun Jahre nach den Anschlägen vom 11. September noch nicht komplett beseitigt. Beim Durchsieben der Trümmer wurden jetzt Dutzende Leichenreste gefunden.

Fast neun Jahre nach den Anschlägen vom 11. September sind in den Trümmern des New Yorker World Trade Centers noch Leichenreste von Terroropfern entdeckt worden. Beim Durchsieben des Schutts seien 72 Teile von menschlichen Körpern gefunden worden, meldete die "Washington Post" am Dienstagabend (Ortszeit). Die Hälfte davon sei in Trümmerstücken von der West Street entdeckt worden, einer an der Westseite des Geländes vorbeiführenden Stadtautobahn. Einige der Leichenteile hätten Opfern zugeordnet werden können, die bislang als vermisst galten.

1150 Tote gelten noch als vermisst

Am 11. September 2001 waren in den beiden einstürzenden Türmen des World Trade Centers mehr als 2600 Menschen ums Leben gekommen, nachdem islamistische Terroristen zwei Flugzeuge in die Hochhäuser gelenkt hatten. Derzeit entsteht an derselben Stelle wieder ein Gebäude. In den vergangenen zwei Monaten wurden etwa 600 Kubikmeter Trümmer auf Leichenreste durchsucht. Immer wieder werden bei solchen Aktionen die Überreste von oft Dutzenden Menschen gefunden. Die Stadt hat die Suche nach menschlichen Überresten vor vier Jahren wieder aufgenommen. Seither wurden mehr als 1800 Knochenteile und ähnliche Überreste gefunden, von denen einige bislang verschollenen Opfern zugeordnet werden konnten. Rund 1150 der Toten konnten bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht gefunden werden.

swd/DPA/APN / DPA
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