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Grubenunglück in China: Rettungskräfte versuchen eingeschlossene Kumpel zu befreien

Im Norden Chinas haben Rettungskräfte am Montag verzweifelt versucht, mehr als 150 in einem Kohlebergwerk eingeschlossene Grubenarbeiter zu retten.

Wie staatliche chinesische Medien am Montag berichteten, hatte sich das Unglück am Sonntag ereignet. 108 Bergleute hätten aus der Grube in der nördlich gelegenen Shanxi-Provinz gerettet werden können. Am Montag suchten Rettungskräfte nach weiteren Überlebenden.

Ersten Untersuchungen der Behörden zufolge hatte sich in leerstehenden Bergwerken in der Nähe Wasser angesammelt, das in das neue Kohlebergwerk lief. Nach Angaben von Behördenvertretern arbeiteten insgesamt 261 Menschen in dem Schacht. Nach Angaben des staatlichen Fernsehens wurden zwischen 130.000 und 140.000 Kubikmeter Wasser in das Bergwerk gespült, das entspricht 52 großen Schwimmhallenbecken.

Präsident Hu Jintao und Regierungschef Wen Jiabao wiesen die Behörden an, alles für die Rettung der Eingeschlossenen zu tun. Vizeregierungschef Zhang Dejiang machte sich vor Ort ein Bild von den Rettungsarbeiten, wie die Nachrichtenagentur Xinhua meldete. Bei den meisten der Opfer handele es sich um Wanderarbeiter, sagte ein Retter.

Der Bergbau in China gilt wegen seiner nachlässigen Sicherheitsbestimmungen und der starken Rohstoffnachfrage als der gefährlichste der Welt: Allein 2008 waren bei Grubenunglücken mehr als 3000 Arbeiter ums Leben gekommen.

Reuters/AFP / Reuters
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