Hochwasser Elbe erreicht neuen Rekordstand


Sechs Zentimeter mehr als vor vier Jahre und drei Zentimeter mehr als im Rekordflutjahr 1895: Im niedersächsischen Hitzacker frisst sich die Elbe weiter durch die Stadt. In Lauenburg hat der Flusspegel schon fast neun Meter erreicht.

Die Elbe steigt und steigt. In Hitzacker im niedersächsischen Landkreis Lüchow-Dannenberg wurde am frühen Samstagmorgen 7,57 Meter gemessen, und damit sechs Zentimeter mehr als bei der Jahrhundertflut 2002 und drei Zentimeter mehr als der historische Elbhöchststand, der in Hitzacker im Jahr 1895 gemessen wurde. Die Altstadt war überflutet. 845 Rettungskräfte sind in dem Landkreis im Einsatz.

Im schleswig-holsteinischen Lauenburg stieg der Pegel auf 8,98 Meter, 28 Zentimeter mehr als im August 2002. Die Stadtverwaltung stellte in der Altstadt Sandsäcke zur Verfügung. Die Zahl der Sickerstellen nahm nach Angaben der Polizei zu. Wie ein Feuerwehrsprecher berichtete, stehen etwa 100 Häuser unter Wasser oder sind stark gefährdet. Der Pegel der Elbe bei Lauenburg schwankt um rund neun Metern und soll noch bis Montag steigen - um etwa 30 Zentimeter, hieß es beim Wasser- und Schifffahrtsamt.

Auch in Brandenburg machte das Hochwasser den Elbdeichen weiter zu schaffen. In der Prignitz stieg das Wasser leicht und pegelte sich in der Nacht zum Samstag bei Wittenberg auf 7,19 Meter ein. Als besonders gefährdet galten die Deichabschnitte bei Lenzen-Wustrow und Bälow-Rühstedt.

Mecklenburg-Vorpommern bereitete sich auf das voraussichtlich größte Elbe-Hochwasser seit 1895 vor. Nach Angaben von Umweltminister Wolfgang Methling (Die Linkspartei) kein Grund zur Panik: An den Deichen sei genügend Spielraum, die Schwachstellen aus dem Jahr 2002 seien beseitigt.

DPA/AP AP DPA

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