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Jäger tötet Wildschwein Das traurige Ende einer Tierliebe

Ein Wildschwein als Haustier. Jahrelang lebte Gaby Gossett im saarländischen Werschweiler mit ihrem Rudel unter einem Dach, darunter auch Lexa, das Wildschwein. Für Lexa war es das Normalste der Welt: Das Wildschwein lag auf seiner Riesenmatratze im Wohnzimmer und schlief. Leise grunzte die 120-Kilogramm-Bache vor sich hin, um sie herum die Hunde. Lexa konnte selbst im Haus ein und aus gehen. Aber genau das wurde ihr jetzt zum Verhängnis. Vor einigen Tagen erschoss sie ein Jäger im Wald. Lexa war gerade mal zwei Wochen alt, als es 2010 zu Gaby Gossett kam. Ein Jagdpächter aus der Pfalz hatte den Frischling mit tiefen Bisswunden im Wald gefunden - und bei ihr abgeben. Sie päppelte Lexa auf - und machte aus ihr tatsächlich eine stubenreine Wildsau. Dreimal am Tag gingen sie Gassi. Zusammen mit den beiden Schäferhunden und einem irischen Wolfshund. Mit den Hunden hat sie sich gut vertragen, wobei Lexa schon der Chef war. Es sei ihre größte Angst, dass Lexa eines Morgens von einem nächtlichen Streifzug nicht zurückkehren würde, weil ein Jäger sie geschossen haben könnte, hatte die Besitzerin noch kurz vor Lexas Tod gesagt. Aber Gaby Gossett hat schon wieder Pläne. Im nächsten Frühjahr will sie zwei neue Frischlinge aufziehen.
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Drama um ein Wildschwein: Drei Jahre lang lebte Lexa bei einer Saarländerin zu Hause. Doch nun ist sie tot. Die Bache wurde von einem Jäger im Wald erschossen.

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