Kalifornien "Als ob eine Bombe explodiert wäre"


Ein schwerer Erdrutsch in Kalifornien hat mindestens 18 Villen zerstört. Viele Menschen verließen in panischer Angst ihre Häuser. Einige vermuteten zunächst ein Erdbeben.

Ein Erdrutsch hat im Süden des US-Staats Kalifornien 18 Villen zerstört, etwa 20 weitere wurden schwer beschädigt. Auch Straßen wurden unpassierbar, Bäume und Strommasten stürzten um. "Die Erde brach unter unseren Füßen zusammen", schilderte eine Augenzeugin dem Sender CBS. Die Bewohner des Viertels von Laguna Beach wurden kurz vor 7.00 Uhr Ortszeit am Mittwoch von den Erdbewegungen überrascht und brachten sich in Sicherheit, die meisten nur mit einem Schlafanzug bekleidet. "Die Leute rannten den Hügel runter, als ob eine Bombe explodiert wäre", berichtete ein Nachbar. "Ich meine das wörtlich, denn sie hatten ihre Nachtkleidung an." Rund 1000 Bewohner von 350 weiteren Villen im Gebiet des Blue Bird Canyon mussten ihre Häuser vorsichtshalber verlassen. Fünf Menschen wurden nach Polizeiangaben leicht verletzt.

In zwei Hälften geteilte Häuser

Große Villen an dem Steilhang seien bis zu zehn Meter weit verschoben worden, berichtete die "Los Angeles Times". Fernsehbilder zeigten in zwei Hälften geteilte Häuser, die teilweise über einem freien Abgrund schwebten. Noch Stunden nach dem Erdrutsch sei der Hang in Bewegung, sagte eine Polizeisprecherin.

Als Ursache des Erdrutschs vermutet der Geologische Dienst der USA einen Zusammenhang mit den starken Regenfällen, die den Süden Kaliforniens im vergangenen Winter heimsuchten. Bereits 1978 hatte an derselben Stelle das Erdreich nach schweren Winterniederschlägen nachgegeben und dabei 24 Häuser zerstört. Die betroffenen Villen in dem Gebiet 80 Kilometer südöstlich von Los Angeles hatten nach Angaben von Anwohnern Millionenwert.

AP/DPA AP DPA

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