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Wunsch erfüllt: Krebskranker Mann findet über Facebook neuen Besitzer für seinen Hund

Walter Hollier weiß, dass er bald sterben wird. Doch bevor der krebskranke US-Amerikaner die Welt verlässt, wollte er sicherstellen, dass sein Hund in gute Hände kommt.

Anzeige bei Facebook: Hund des krebskranken Mannes auf der Ladefläche eines Jeeps

Das ist Diego. Sein Herrchen fand über Facebook ein neues Zuhause für ihn

Im Sommer 2017 erhielt Walter Hollier eine harte Diagnose. Leberkrebs im Endstadium, unheilbar. Die Ärzte gaben ihm noch drei bis sechs Monate Zeit zum Leben – Zeit, um auch seine Angelegenheiten auf dieser Erde noch einmal zu ordnen. Und zu diesen Angelegenheiten gehört für den Mann aus Round Rock im US-Bundesstaat Texas auch sein Hund.

Der heißt Diego und wäre im Falle von Holliers Ableben auf sich allein gestellt. Deshalb bemühte sich Hollier frühzeitig um ein neues Herrchen für seinen Hund. Mit einem Facebook-Post stellte er Diego der Öffentlichkeit vor: "Er ist acht Jahre alt und liebt Menschen. Er hat nie aggressives Benehmen gezeigt." 

Überwältigende Resonanz auf Facebook-Aufruf

Zu den Hobbys des Hundes gehöre laufen, spielen, schwimmen und in Autos oder auf Trucks mitzunehmen. "Er ist ein großartiger Wachhund und braucht wenig Pflege. Es bricht mir das Herz, ihn zu verlieren. Aber es wäre ein großer Trost für mich, wenn er in gute Hände kommt, wenn ich sterbe." 

Mit seinem Post traf Walter Hollier den Nerv vieler Menschen. Mittlerweile wurde der Beitrag mehr als 80.000 Mal geteilt. Diejenigen, die Diego nicht selbst aufnehmen wollten, wollten doch zumindest dazu beitragen, ihm ein neues Zuhause zu verschaffen. Walter Hollier war von der Resonanz auf seinen Post erstaunt: "Es hat meinen Computer und mein Telefon zum Abstürzen gebracht."

Hund findet in Suchtklinik neues Zuhause

Er habe bereits mehr als 10.000 Nachrichten bekommen, erzählte er einige Tage nach dem Post dem Fernsehsender KRCR. Mehr als 100 Menschen hätten Diego adoptieren wollen. Und natürlich war auch ein passender neuer Besitzer dabei. Der Hund findet in einer Suchtklinik ein neues Zuhause und soll dort nicht nur von den Patienten gut aufgenommen werden, sondern diesen auch dabei helfen, den Weg ins Leben zurückzufinden.

Am Sonntag brachte Walter Hollier Diego zu seinen neuen Besitzern. Es war ein höchst emotionaler Tag für ihn: "Ich habe den ganzen Weg lang geweint. Er ist wie ein Kind für mich." Aber er sei sich auch sicher, dass dieser Weg der richtige für sein Tier sei. Auf Facebook meldete er sich erneut zu Wort und bedankte sich bei allen, die auf seinen Post reagiert hatten: "Ihr habt mir den Glauben an die Menschheit zurückgegeben."

Auf einer reifüberzogenen Wiese mit einem zugefrorenen Teich und Bäumen im Hintergrund steht ein Husky


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