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Abzocke-Wutbrief: So großzügig reagiert eine Autowerkstatt auf die Kritik eines unzufriedenen Kunden

Der Kunde einer Autowerkstatt in den USA fühlt sich abgezockt und macht seinem Ärger in einem Beschwerdebrief Luft. So weit, so gewöhnlich. Umso erstaunlicher ist die Reaktion der Werkstatt.

Mechaniker in Autowerkstatt schraubt an einem Wagen

Eine Autowerkstatt in den USA hat sich nach Kundenkritik mit besonderem Service ausgezeichnet

Ein gutes Unternehmen nimmt sich die Kritik seiner Kunden - ob positiv oder negativ - zu Herzen: So großzügig wie die Luther Automotive Group in den USA reagieren aber nur die wenigsten. Wie die "Huffington Post" berichtet, habe sich ein enttäuschter Kunde in einem wütenden Schreiben über den Preis für den Austausch seines Belüftungsfilters bei Luther beklagt. Ob er überhaupt mit einer Reaktion gerechnet hatte, ist nicht bekannt - sehr wahrscheinlich aber nicht mit einer so einsichtigen Antwort.

Die Werkstatt entschuldigt sich bei dem Verfasser mit einem Tankgutschein sowie einem weiteren Gutschein für die Dienste der Werkstatt. Aber damit nicht genug: "Ihr Feedback hat uns wirklich geholfen, unsere Dienste zu verbessern", heißt es in dem Schreiben. "Wir haben einen Marktvergleich gemacht, bei dem wir die Preise für den Ersatz von Belüftungsfiltern verglichen haben. Dabei kam heraus, dass unsere Preise tatsächlich an der oberen Grenze des Marktes rangieren." 

Man habe die Preise für Belüftungsfilter deshalb gesenkt: "Diese Änderung macht uns auf dem Markt nun wettbewerbsfähiger. Danke Ihnen vielmals, dass Sie uns darauf aufmerksam gemacht haben."

tim
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?