Der Angriff der USA auf den Iran kommt bei Präsident Donald Trumps Unterstützern überhaupt nicht gut an. Der Bruch mit dem Motto „Make America great again“ für einen militärischen Einsatz im fernen Ausland sorgt für große Unruhe – vor allem bei seinen Hardcore-Fans. Nun machte der populäre rechte Blogger Nick Fuentes für seine Follower deutlich, wie sehr er die neue Strategie des Präsidenten findet.
„Etwas ist furchtbar schiefgegangen“, schimpfte der 27-jährige Fuentes in seinem neuen Podcast. Links neben ihm lag dabei eine Mütze mit der Aufschrift „America First“– Amerika zuerst. Die Trump-Bewegung sei jetzt etwas ganz anderes, so der Influencer. „Diese Regierung muss 2026 verdammt noch mal zusammenbrechen“, fordert er. Denn sie sei nur damit beschäftigt, die Epstein-Affäre zu vertuschen, Geld zu hinterziehen und für Israel in den Krieg zu ziehen.
Trump kritisiert Fuentes, der fordert auf, zum Demokraten zu werden
Fuentes, dessen Podcast etwa 500.000 bis eine Million Zuhörer pro Folge hat, fordert deswegen radikale Schritte: „Geht in den Midterms nicht wählen – und wenn, dann für die Demokraten.“ Man müsse jetzt das „Haus niederbrennen“. Für 2028 hofft er darauf, dass die Republikaner einen Bewerber finden, der die ursprüngliche Strategie von Trump fortsetzt und sich wieder allein für die amerikanischen Interessen und das Inland interessiert. Sollte das nicht der Fall sein, hat er auch schon einen Plan: „Sonst werde ich Demokrat.“
Wie ernst er diese Drohung meint, ist unklar. In den vergangenen Wochen hatten sich einige Influencer, Podcaster und Kommentatoren von Trump und seiner Politik distanziert. Die beiden prominentesten Abtrünnigen waren der Podcaster Joe Rogan und der ehemalige Fox-News-Moderator Tucker Carlson. Der hatte die Angriffe auf den Iran am Wochenende „abstoßend und bösartig“ genannt.
Nick Fuentes wurde von Trump zwar in der Vergangenheit für seine antisemitischen Äußerungen scharf kritisiert. Er hat aber immer noch eine große und vor allem treue Anhängerschaft unter den Anhängern des Präsidenten. Sie könnten nun bei den anstehenden Wahlen für schmerzhafte Stimmenverluste bei den Republikanern sorgen.