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Land unter in Australien: Schwerstes Hochwasser seit 50 Jahren

Das Wasser ist überall. Es ist in die Küchenschränke eingedrungen, in den Herd, die Spüle. Christopher Roth reicht es bis an die Waden. Er steht in seinem Elternhaus in Bundaberg. Mit dem Kajak ist er hierhin gepaddelt. Um zu retten, was noch zu retten ist. So wie Christopher Roth geht es Hunderttausenden von Menschen im Nordosten Australiens.

Verheerende Überschwemmungen haben Queensland im Nordosten des Landes heimgesucht. Nach einem sehr feuchten australischen Frühling war es der Wirbelsturm Tasha, der die Katastrophe einleitete. Es sind die schwersten Fluten seit 50 Jahren, 200.000 Menschen in 22 Städte sind von ihnen betroffen. Eine Fläche so groß wie Deutschland und Frankreich zusammen stehen unter Wasser.

Emerald, eine Stadt mit etwa 11.000 Einwohnern, ist vollständig abgeschnitten. Tausende Menschen sitzen fest. Seit gestern wurden rund 1000 Menschen aus der Stadt evakuiert und in Auffangzentren untergebracht.

Die australische Ministerpräsidentin Julia Gillard versprach bei einem Besuch in Bundaberg den Betroffenen Geldern aus Bundesmitteln zu. "Bevor das Wasser zurückgeht, werden wir nicht wissen, wie viel Schaden es angerichtet hat", sagte Gillard. "Queensland und die Bundesregierung werden die Infrastruktur aber gemeinsam wieder aufbauen."

Unterdessen werden weitere Wirbelstürme vor der Westküste Australien erwartet.

AFP/DPA/AP / AP / DPA