HOME

Hwange-Nationalpark in Simbabwe: Löwe beißt Safariführer tot

Vermutlich der Löwennachwuchs ist einem Safariführer in Simbabwe zum Verhängnis geworden. Als sich die Kleinen einer Touristengruppe näherten, griff ein ausgewachsenes Tier den Ranger an.

Ein Löwe im Serengeti-Nationalpark

Löwen sind keine Kuscheltiere - und sie schützen ihren Nachwuchs auch vor einer vermeintlichen Gefahr durch Touristen

Weniger als zwei Monate nach dem Tod des Löwen Cecil ist im selben Wildpark in Simbabwe ein Safariführer von einem Löwen getötet worden. Quinn Terence Swales habe am Montag mit seinen Kunden im Hwange-Nationalpark eine Gruppe Löwen mit ihren Jungen beobachtet, und als sich einige der kleinen Löwen den Touristen näherten, sei er von einem der ausgewachsenen Tiere namens Nxaha angefallen worden, berichtete Polizeisprecherin Charity Charamba am Dienstag.

Der 40-Jährige sei noch auf dem Weg ins Krankenhaus seinen schweren Bisswunden an Nacken und Schulter erlegen, sagte die Sprecherin. Sie appellierte an alle Touristen, bei Touren durch Wildparks vorsichtig zu sein, da sich das Verhalten von Tieren nie vorhersagen lasse - "auch wenn sie ganz friedlich wirken".

Ranger schützte Touristen

Der Veranstalter der Safari bestätigte den Tod seines Safariführers. Quinn habe alles getan, um seine Kunden zu schützen, alle sechs Touristen seien unverletzt geblieben, erklärte das Management von Camp Hwange weiter.

Erst vor wenigen Wochen hatte der Tod von Cecil international für Schlagzeilen gesorgt. Der 13 Jahre alte Liebling des Hwange-Parks war Anfang Juli von einem US-Touristen auf Großwildjagd in Simbabwe erlegt worden. Die vermutlich illegale Jagd hatte weltweit Empörung hervorgerufen. Der Zahnarzt aus dem US-Bundesstaat Minnesota tauchte nach heftigen Protesten im Internet und vor seiner Praxis ab, der örtliche Organisator der Jagd muss sich Ende September vor Gericht verantworten.

tis / AFP
Themen in diesem Artikel