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Moskau Bei U-Bahn-Unglück sterben 22 Menschen


In Moskau ist ein Zug der "Blauen Linie" entgleist. 22 Menschen starben bei dem Unglück in der russischen Hauptstadt, mehr als hundert Passagiere wurden verletzt und liegen in Krankenhäusern.

Bei einem U-Bahn-Unglück in Moskau sind am Dienstag 22 Menschen ums Leben gekommen. Bis zu 120 weitere Fahrgäste wurden nach Angaben des Katastrophenschutzministeriums verletzt, als ein Zug im morgendlichen Berufsverkehr bei Tempo 70 zwischen zwei Metro-Stationen entgleiste. Die Unglücksursache sei noch unklar, es gebe aber keine Hinweise auf einen Anschlag, teilten die Behörden mit.

Zuvor hatten sie von einem Stromausfall gesprochen, der eine Notbremsung des Zuges der "Blauen Linie" ausgelöst habe. Mehrere Wagen seien dabei aus dem Gleis gesprungen. "Es gab eine starke Bremsung. Dann ging das Licht aus, und es gab viel Rauch", berichtete ein Fahrgast im TV-Sender Rossiya 24. "Viele Menschen wurden verletzt, vor allem im ersten Wagen, weil die Zugteile ineinandergeschoben wurden."

Ein Sprecher der Moskauer Verkehrsbetriebe sagte der Nachrichtenagentur Interfax, alle Passagiere seien bis zum Mittag aus dem Tunnel evakuiert worden. Die Moskauer Metro ist mit neun Millionen Fahrgästen pro Woche die meistgenutzte U-Bahn der Welt. Sie ist für ihre hohen, prunkvoll geschmückten Hallen aus der Sowjetzeit berühmt und wurde seit der Eröffnung 1935 von 13 auf heute 194 Stationen erweitert.

Die Metro gilt als zuverlässig und sicher, war aber bereits mehrfach das Ziel von Anschlägen. 2010 töteten Islamisten bei zwei Selbstmordattentaten in der U-Bahn 40 Menschen.

kis/anb/Reuters Reuters

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