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Verbindung zu Maddie McCann?: Rätselhaftes Mädchen irrt durch Rom - nun ist sie identifiziert

Vor fast zehn Jahren verschwand die kleine Maddie McCann. Überall auf der Welt wollen Menschen sie seitdem gesehen haben. Ein obdachloses Mädchen in Rom befeuerte die Spekulationen erneut. Nun ist das Rätsel gelöst.

Dieses Mädchen irrte durch Rom. Schnell wurde spekuliert, dass es sich bei ihr um Maddie McCann handeln könnte

Dieses Mädchen irrte durch Rom. Schnell wurde spekuliert, dass es sich bei ihr um Maddie McCann handeln könnte

Vor zwei Wochen tauchten im Netz Fotos eines Mädchens auf. Verwahrlost und ziellos irrte sie durch Rom. Lorena Kollobani wurde auf die junge Frau aufmerksam und wandte sich an die Organisation "Missing Persons of America". Das Mädchen spreche nur Englisch und habe wohl mit psychischen Problemen zu kämpfen, berichtete die Frau. "Aber es sieht nicht so aus, als ob sie vorher ein solches Leben geführt hat. Sie nimmt kein Geld an und esse mit Manieren", schrieb sie. "Maria" würden die Menschen sie in der Gegend nennen.

Die italienische Fernsehsendung "Chi l'ha Visto" ("Wer hat etwas gesehen") griff den Fall auf und zeigte die Fotos des rätselhaften Mädchens. Tausende Anrufer meldeten sich darauf hin. Schnell wurde die Vermutung laut, bei der Unbekannten könnte es sich um Madeleine McCann handeln. Das Mädchen verschwand am 3. Mai 2007 aus einer Ferienwohnung im portugiesischen Praia da Luz. Die Eltern haben die Suche nach ihrer Tochter, die damals vier Jahre alt war, niemals aufgegeben. 

Vater erkennt seine Tochter

In "Maria" erkannten nun viele die vermisste Maddie wieder, die heute ungefähr so alt sein müsste wie die junge Frau. Ein kleines Detail verlieh den Spekulationen zusätzlichen Auftrieb: Die Pupille in ihrem rechten Auge weist eine kleine Fehlbildung auf. An der unteren Seite geht sie leicht in die Iris über. Eine Anomalie die auch bei Maddie vorhanden war.

Doch inzwischen ist das Rätsel um das Mädchen in Rom gelöst. Unter den Anrufern, die sich nach der Sendung meldeten, war offenbar auch der Vater des Mädchens, berichtet "Missing Persons of America". Embla Jauhojärvi sei ihr richtiger Name und sie stamme aus Schweden. Auf den Fotos habe Tahvo Jauhojärvi seine Tochter wiedererkannt, schrieb er an die Organisation. Sie habe in Italien studieren wollen, doch vor sechs Monaten habe er den Kontakt zu ihr verloren. Sie leidet seiner Auskunft zufolge am Asperger-Syndrom, eine milde Variante des Autismus.

"Ich habe die italienische Polizei verständigt und warte nun, bis sie Embla ausfindig machen", sagte er der britischen "Daily Mail". Noch diese Woche wolle er nach Italien fliegen um seine Tochter zu Weihnachten nach Hause zu bringen, kündigte Tahvo Jauhojärvi an.


ivi
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