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Nach Fabrikeinsturz: Zahl der Opfer in Bangladesch steigt auf 700

Es war das bislang tragischste Fabrikunglück in Bangladesch. Die Räumung des vor zwei Wochen zusammengestürzten Gebäudes hält immer noch an und die Zahl der Opfer steigt täglich.

Fast zwei Wochen nach dem schlimmsten Fabrikunglück in der Geschichte Bangladeschs haben die Bergungskräfte mittlerweile 705 Leichen gefunden. Die Armee des Landes teilte am Dienstag mit, es würden weiterhin Leichen aus den Trümmern des Gebäudes geborgen. Die Rämung dauert noch an. Wie lange sie noch bräuchten, um den Rest des Schuttberges abzutragen, sei unklar, sagte Shaid Bhuiyan aus dem Zentrum für Katastrophenmanagement am Dienstag. Das achtstöckige Hochhaus, das mehrere Textilfabriken beherbergte, war am 24. April eingestürzt. 2437 Menschen wurden verletzt.

Mehr als 500 Überlebende des Unglücks demonstrierten zudem neben der Unglücksstelle für die Auszahlung ihrer ausstehenden Löhne und die ihren Angaben nach versprochenen Zusatzleistungen. Das Unglück in Savar, einem Vorort der Hauptstadt Dhaka, sorgte für massive Proteste gegen die Arbeitsbedingungen und mangelnden Sicherheitsvorkehrungen in den Textilfabriken Bangladeschs.

awö/DPA/AFP / DPA
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