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News von heute CDU-Chef Laschet kritisiert angepeilten Kohleausstieg 2030

Der CDU-Bundesvorsitzende Armin Laschet
Der CDU-Bundesvorsitzende Armin Laschet
© Bernd Thissen / DPA
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker:   

19.39 Uhr: Großbritannien senkt Steuern auf Bier und viele alkoholische Getränke

Gute Nachrichten für Pub-Besucher und Biertrinker in Großbritannien: Die Regierung senkt die Steuern auf Fassbier, Cider und Schaumweine. Damit will Finanzminister Rishi Sunak die Gastrobranche nach der Corona-Pandemie neu beleben, wie er im Parlament in London ankündigte. Der Durchschnittspreis für ein Pint Bier sinke um 3 Pence. Eine geplante Steuererhöhung für Bier, Whisky, Wein und Cider wurde zudem gestoppt. Dies entspreche einer Steuersenkung von drei Milliarden Pfund (3,55 Mrd Euro), sagte Sunak bei der Vorstellung des Haushalts. 

19.23 Uhr: Laschet kritisiert angepeilten Kohleausstieg 2030

Der von der möglichen neuen Bundesregierung angepeilte Ausstieg aus der Kohleverstromung bis 2030 stößt auf Kritik beim CDU-Bundesvorsitzenden Armin Laschet. "Wenn man 2019 den Menschen zusagt, es ist 2038 mit einem klaren Zeitplan und es gibt 40 Milliarden Strukturmittel, damit neue Arbeitsplätze entstehen, kann man nicht ein Jahr später sagen, gilt alles nicht mehr, wir machen jetzt 2030", sagte Laschet bei einem Kongress der Industriegewerkschaft IG BCE in Hannover.

"Die Kohlekommission war schon so weitsichtig zu sagen, wir machen mehrere Stufen bis dahin, und wenn die Versorgungssicherheit garantiert ist, dann geht's auch schneller. Aber auch nur dann." Laschet betonte, dass der Ausstieg aus der Kohleverstromung auch 2030 möglicherweise gelingen könnte, im Westen eher als im Osten Deutschlands.

19.18 Uhr: Verlegerverband BDZV befasst sich in Sitzung mit Kritik an Döpfner

Der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) befasst sich in seiner nächsten regulären Präsidiumssitzung im November mit der Kritik zu einer privaten SMS des Verbandspräsidenten Mathias Döpfner. Das kündigte der Verband in Berlin an.

Der Chef des Axel-Springer-Konzerns hatte in der älteren Kurznachricht, aus der die "New York Times" vor rund eineinhalb Wochen zitiert hatte, den damaligen "Bild"-Chefredakteur Julian Reichelt als letzten und einzigen Journalisten in Deutschland bezeichnet, der noch mutig gegen den "neuen DDR-Obrigkeitsstaat" aufbegehre. Fast alle anderen seien zu "Propaganda Assistenten" geworden. Springer hatte das als Ironie eingeordnet.

18.45 Uhr: Polizei – Waffe von Alec Baldwin am Set enthielt scharfe Munition

Die Waffe, die der Schauspieler Alec Baldwin am Set des Westerns "Rust" benutzt hat, enthielt nach Angaben der Polizei scharfe Munition. Dies gaben die Ermittler bei einer Pressekonferenz in Santa Fe (US-Bundesstaat New Mexico) bekannt. Das abgegebene Projektil konnte sichergestellt werden, sagte Sheriff Adan Mendoza. Es gebe Hinweise, dass sich noch mehr scharfe Munition am Set befand. Dazu seien aber weitere Untersuchungen nötig.

Die Ermittler hätten bei der Durchsuchung des Drehorts 600 Beweismittel-Stücke sichergestellt, darunter drei Waffen und Munition. Die Untersuchungen dauerten an, sagte Bezirksstaatsanwältin Mary Carmack-Altwies. Es sei zu früh, um über eine mögliche Anklage zu entscheiden. Alle Beteiligten, darunter Baldwin, würden mit der Polizei kooperieren.

18.33 Uhr: Putin ordnet erhöhte Gaslieferungen nach Europa im November an

Der russische Präsident Wladimir Putin hat zur Entspannung in der Energiekrise in Europa für November eine weitere Öffnung der Gasventile angeordnet. Er wies den Staatskonzern Gazprom an, die Lieferungen nach Deutschland und Österreich zu erhöhen, sobald die unterirdischen Speicher in Russland aufgefüllt sind, wie die Agentur Tass meldete. Gazprom-Chef Alexej Miller erklärte demnach, dass sein Unternehmen damit nach dem 8. November beginnen könne. Russische Staatsmedien feierten Putin bereits als Retter Europas.

Der Kremlchef hatte zuletzt immer wieder auf bereits erfolgte Lieferungen über die vertraglich vereinbarten Mengen hinaus hingewiesen, weitere Schritte aber für schwierig gehalten. Zudem hatte er angesichts der Rekord-Gaspreise mehrfach für eine schnelle Inbetriebnahme der umstrittenen Ostseepipeline Nord Stream 2 geworben. Kritiker von Gazprom vermuteten zuletzt, dass der Konzern nicht auf die erhöhte europäische Nachfrage reagiere, um eine rasche Inbetriebnahme der Pipeline zu erzwingen. Die russische Seite hatte solche Anschuldigungen zurückgewiesen.

17.52 Uhr: Söder glaubt nicht mehr an Scheitern der Koalitionsverhandlungen

CSU-Chef Markus Söder glaubt nicht mehr an ein Scheitern der Koalitionsverhandlungen von SPD, Grünen und FDP in Berlin. "Ich gehe fest davon aus, dass wir jetzt eine Ampel bekommen", sagte der bayerische Ministerpräsident in München. Das Wahlergebnis und den Wunsch nach einer neuen Ausrichtung der Politik im Bund müsse man respektieren. Letztlich sei die Niederlage der Union bei der Bundestagswahl Ende September nicht unerwartet gekommen. "Das hat sich abgezeichnet." Die neue Regierung müsse sich nun dafür einsetzen, dass die Leistungsfähigkeit der deutschen Wirtschaft trotz steigender Energiepreise erhalten bleibe, betonte Söder.  

17.32 Uhr: Iran stimmt Wiederaufnahme von Wiener Atomverhandlungen im November zu

Der Iran hat sich zur Wiederaufnahme der Atomgespräche in Wien im November bereiterklärt. "Wir haben uns darauf geeinigt, die Verhandlungen vor Ende November aufzunehmen", schrieb der iranische Unterhändler Ali Bagheri nach einem Treffen mit dem EU-Gesandten Enrique Mora in Brüssel im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Ein genaues Datum für die Fortsetzung der Gespräche über eine Wiederbelebung des internationalen Atomabkommen von 2015 werde in der kommenden Woche bekanntgegeben.

16.58 Uhr: Drei Polizisten bei Protesten von Islamistenpartei in Pakistan erschossen

Anhänger der verbotenen radikalislamischen Partei Tehree-e-Labbaik (TLP) in Pakistan haben bei einer Demonstration in der Metropole Lahore drei Polizisten getötet. "Sie haben mit Kalaschnikows das Feuer auf die Polizei eröffnet", sagte Innenminister Scheich Raschid Ahmad auf einer Pressekonferenz in Islamabad. Demnach wurden rund 70 weitere Beamte verletzt, acht davon lebensgefährlich.

16.44 Uhr: Londoner Polizist wegen Vergewaltigung angeklagt

Ein Beamter der Londoner Polizei ist wegen Vergewaltigung festgenommen worden. Der 28-Jährige sei angeklagt worden, teilte die Polizei in der britischen Hauptstadt mit. Das Verbrechen soll am Sonntagabend stattgefunden haben, der Beamte sei nicht im Dienst gewesen. Er wurde suspendiert. Die Behörde zeigte sich äußerst besorgt.

16.26 Uhr: US-Außenministerium: Erster Pass mit "X" als Geschlecht ausgestellt

Die USA haben den ersten Reisepass mit der Angabe "X" für ein drittes Geschlecht ausgestellt. Statt eines "M" für "male" (männlich) oder "F" für "female" (weiblich) besteht nun für Menschen, die sich keinem dieser beiden Geschlechter zuordnen, die Möglichkeit, ein "X" eintragen zu lassen. 

16.05 Uhr: Mutmaßlicher Millionenräuber bei Kontrolle auf A5 geschnappt

Ein international gesuchter mutmaßlicher Bankräuber ist auf der Raststätte Taunusblick an der A5 bei Frankfurt festgenommen worden. Wie das Polizeipräsidium Mittelhessen bekannt gab, gelang es zivilen Beamten, den gesuchten 35-Jährigen bei einer Kontrolle am Montag zu schnappen. 

Ihm wird vorgeworfen, im Jahr 2019 mit mehreren Mittätern eine Bank in der Nähe von Moskau ausgeraubt zu haben. Den Tätern sei es damals gelungen, rund 1,6 Millionen Euro zu erbeuten, hieß es.

15.49 Uhr: Italienisches Anti-Homophobie-Gesetz im Parlament gescheitert

Das italienische Parlament hat die Einführung eines Gesetzes gegen Homophobie abgelehnt. Bei einer Abstimmung im Senat, der kleineren der zwei Kammern, sprachen sich 154 Abgeordnete gegen den Gesetzentwurf aus, 131 dafür. Vor allem die rechten Parteien Lega und Fratelli d'Italia waren gegen den Gesetzesvorschlag.

Der Gesetzestext sah unter anderem vor, Diskriminierungen von Menschen aufgrund ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer Identität zu verhindern und auch zu ahnden. Homophobie wäre im Strafgesetzbuch Rassismus gleichgestellt worden; es hätten Freiheitsstrafen gedroht.

15.46 Uhr: Experten rechnen noch mit langem Vulkanausbruch auf La Palma

Vulkanologen erwarten angesichts der anhaltenden Heftigkeit der Vulkantätigkeit auf der Kanareninsel La Palma kein baldiges Ende des Ausbruchs. Darauf deuteten die an einigen Tagen mehr als 100 mittleren und leichten Erdbeben und vor allem der Ausstoß großer Mengen von Schwefeldioxid hin, berichtete der staatliche TV-Sender RTVE.

Zudem sei das Terrain um den Vulkan um zehn Zentimeter in die Höhe gedrückt worden, sagte der Vulkanologe Ramón Ortíz der Zeitung "La Vanguardia". "Das Magma drängt nach oben. Es drückt so lange, bis die Erdkruste bricht und Lava ausströmt."

15.20 Uhr: Archäologen bergen 1300 Jahre altes Kindergrab durch Schockfrosten

Archäologen haben in Bayerisch-Schwaben ein etwa 1300 Jahre altes Kindergrab mit Schockfrost-Technik komplett geborgen. n einem Neubaugebiet in Tussenhausen wurde das Grab dadurch komplett inklusive des Erdreichs aus dem Boden gehoben.

In dem Grab aus dem 7. Jahrhundert befand sich das Skelett eines Jungen, der gemeinsam mit einem Hund bestattet wurde. Ein Schwert und ein mit Goldbeschlägen verzierter Waffengurt in dem Grab lassen darauf schließen, dass es sich um ein Kind aus wohlhabenden Kreisen handelte.

14.52 Uhr: Afrikanische Union suspendiert Sudan nach Militärputsch

Die Afrikanische Union (AU) hat den Sudan nach dem Militärputsch suspendiert. Das Land werde bis zur Wiederherstellung einer zivilen Regierung aus der Gemeinschaft ausgeschlossen, erklärte die AU. Sie verurteilte die Machtübernahme durch die Armee als "verfassungswidrig". 

Die sudanesischen Sicherheitskräfte gingen derweil massiv gegen Putschgegner vor und ließen diese festnehmen, um die seit drei Tagen andauernden Proteste zu unterdrücken. Bereits in der Nacht war es zu Zusammenstößen gekommen.

14.34 Uhr: Corona-Sondervermögen in Hessen verfassungswidrig

Das milliardenschwere Corona-Sondervermögen des Landes Hessen ist verfassungswidrig. Das hat der hessische Staatsgerichtshof in Wiesbaden entschieden. Die haushaltsrechtlichen Kompetenzen seien überschritten worden, begründete das Gericht seine Entscheidung. Es hätte andere Formen der Krisenbewältigung gegeben. Das Gesetz zum Sondervermögen sei mit der Landesverfassung unvereinbar.

Das kreditfinanzierte Sondervermögen des Landes hat ein Volumen von insgesamt zwölf Milliarden Euro. Mit dem Sondervermögen sollen die Folgen der Coronakrise abgemildert werden. Bis Ende 2023 dürfen die Kredite aufgenommen werden, beispielsweise um Steuerverluste des Landes und der Kommunen auszugleichen. Abgeordnete der Landtagsfraktionen von SPD und FDP hatten beim Staatsgerichtshof im November 2020 einen Normenkontrollantrag gegen das entsprechende Gesetz "Hessens gute Zukunft sichern" gestellt, die AfD-Fraktion im März dieses Jahres.

14.20 Uhr: Geldübergabe am Amtsgericht – Betrüger erbeuten 80.000 Euro

Mit einem Schockanruf bei einer 69 Jahre alten Rentnerin aus der Region Hannover haben Betrüger 80.000 Euro erbeutet. Zur Übergabe von je 40.000 Euro lockten die Kriminellen ihr Opfer zweimal an einen seriös erscheinenden Ort, nämlich das Amtsgericht Wolfsburg. Das teilte die dortige Polizei mit. Ein vermeintlicher Außendienstmitarbeiter habe das Geld in Empfang genommen. Bei dem Fall vom vergangenen Donnerstag hatten die Telefonbetrüger mit verteilten Rollen agiert. Ein Frau rief bei der 69-Jährigen an und gab sich als ihre Tochter aus. Sie behauptete, sie habe ein kleines Kind totgefahren. Dann meldete sich eine vermeintliche Polizeibeamtin. Sie sagte, die Tochter sei in Untersuchungshaft und könne nur gegen eine Kaution von 80.000 Euro ausgelöst werden.

Die verzweifelte Rentnerin hob bei zwei verschiedenen Banken Geld ab und übergab es beim Amtsgericht. Dann bekam sie einen weiteren Anruf, dass die Entlassungspapiere der Tochter unterzeichnet seien. Wenig später rief die richtige Tochter an, und der Betrug kam ans Licht.

14.16 Uhr: Britische Frauen boykottieren Clubs wegen Gefahr durch K.o.-Tropfen

Angesichts einer Zunahme von in Drinks gemischte K.o.-Tropfen in britischen Pubs und Discos boykottieren landesweit Tausende junge Frauen das Nachtleben. In Dutzenden Städten wie London, Manchester, Leeds oder Bristol riefen die Organisatorinnen heute zur "Girls Night In" auf, einem Mädelsabend zu Hause, im Gegensatz zur üblichen "Girls Night Out" in Pubs, Bars und Clubs. Sie wollen mit der Kampagne das Bewusstsein für das verbreitete Problem erhöhen und die Clubs unter Druck setzen. Die Sicherheit der Gäste und vor allem von Frauen müsse gewährleistet werden, fordern sie.

"Spiking" gilt zunehmend als Gefahr im britischen Nachtleben. Allein im September und Oktober registrierte die britische Polizei mehr als 200 Fälle landesweit, in denen mit Tropfen oder Spritzen Drogen oder K.o.-Tropfen in Getränke gemischt wurden. Dabei kam es sowohl in Clubs als auch bei privaten Feiern zu Vorfällen, die Opfer waren vor allem Frauen, aber auch Männer.

14.10 Uhr: CDU-Politiker Wüst zum neuen Ministerpräsidenten von NRW gewählt

Der CDU-Politiker Hendrik Wüst ist neuer Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Der bisherige Landesverkehrsminister wurde im Düsseldorfer Landtag im ersten Wahlgang mit 103 Ja-Stimmen zum Nachfolger von Armin Laschet (CDU) gewählt. Wüst übertraf bei der geheimen Abstimmung die notwendige Mehrheit von 100 Stimmen.

14.05 Uhr: 24 Migranten vor belgischer Küste gerettet

Vor der belgische Küste ist ein Boot mit 24 Migranten aus Seenot gerettet worden. Nach Angaben des Gouverneurs von Westflandern, Carl Decaluwé, handelt es sich bei allen Geretteten um Erwachsene, wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete. Fünf von ihnen waren unterkühlt, unter ihnen eine Person mit starken Symptomen einer Unterkühlung. Die Migranten hätten gestern selbst den Rettungsdienst gerufen. Während des Einsatzes habe ein belgischer Windpark auf hoher See abgeschaltet werden müssen.

Von der belgischen Küste und vor allem von Frankreich aus machen sich immer wieder Migranten auf den Weg über die Nordsee nach Großbritannien und geraten in Seenot. Die britische Regierung hat nach dem Brexit ein rigides Einwanderungssystem eingeführt.

13.57 Uhr: Familienrichter können keine Corona-Maßnahmen an Schulen kippen

Familiengerichte sind grundsätzlich nicht befugt, Corona-Maßnahmen an Schulen außer Kraft zu setzen. Das hat der Bundesgerichtshof jetzt grundsätzlich geklärt, wie die Karlsruher Richterinnen und Richter mitteilten. Familienrichter können demnach gegenüber schulischen Behörden prinzipiell keine Anordnungen zur Durchsetzung des Kindeswohls erlassen. Die gerichtliche Kontrolle in diesem Bereich obliege ausschließlich den Verwaltungsgerichten.

Die Frage hatte im Frühjahr Brisanz bekommen, als ein Weimarer Familienrichter zwei Schulkinder auf Antrag ihrer Eltern im Eilverfahren von der Maskenpflicht freistellte. Im oberbayerischen Weilheim hatte es einen ähnlichen Fall gegeben. Gegen den Richter und die Richterin waren mehrere Anzeigen wegen Rechtsbeugung gestellt worden. Dem Beschluss des BGH lag nun ein Fall zugrunde, den das Amtsgericht Wesel in seiner Funktion als Familiengericht in Karlsruhe vorgelegt hatte. Dort wollte eine Mutter durchsetzen, dass sich ihre 15-jährige Tochter an ihrer Gesamtschule nicht mehr an Maskenpflicht, Abstandsgebote und Testpflichten halten muss.

13.44 Uhr: Nobelpreisträger warnt vor Lindner als Finanzminister

Zwei prominente Wirtschaftswissenschaftler haben davor gewarnt, dass FDP-Chef Christian Lindner in einer künftigen Bundesregierung Finanzminister wird. "Um seiner selbst willen sollte Lindner die unmögliche Aufgabe erspart werden, seine vorsintflutliche haushaltspolitische Agenda auf die finanzielle Situation von heute übertragen zu müssen", schreiben der Brite Adam Tooze und der US-amerikanische Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz von der Columbia University in New York in der "Zeit". "Diese Art Crashtest kann sich weder Deutschland noch Europa erlauben."

13.38 Uhr: Gericht weist Klage gegen neue Münchner Radwege ab

Das Verwaltungsgericht München hat eine Klage gegen neue Radwege in der Stadt abgewiesen. Die Stadt habe Pop-Up-Radwege auf drei vielbefahrenen Straße in dauerhafte Fahrradstrecken umwandeln dürfen, urteilte das Gericht. Die Stadt könne aufgrund der zahlreichen Autos, die dort unterwegs sind, davon ausgehen, dass Radler besonderen Schutz und eine eigene Spur benötigen. 

Die Stadt hatte 2020 einzelne Spuren großer Straßen zu temporären Radwegen umgewidmet. Im März wurde beschlossen, einige Strecken dauerhaft für Radler zu reservieren. Der Vorsitzende von Mobil in Deutschland, Michael Haberland, hatte dagegen geklagt. Der Automobilclub wertet das als Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung. Die Pop-up-Radwege hätten Tausende Autofahrer in den Stau gezwungen.

Radwege die im Nichts enden – Pop Up Radwege

13.22 Uhr: Österreich verzeichnet Jahresrekord bei Corona-Neuinfektionen

In Österreich sind die Corona-Neuinfektionen auf einen Jahresrekord gestiegen. Binnen 24 Stunden wurden 4261 Fälle gezählt, wie Gesundheits- und Innenministerium berichten. Auf diesem Niveau lagen die Ansteckungen zuletzt Ende 2020. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner kletterte auf 280. 250 Covid-Patienten liegen den Angaben zufolge auf Intensivstationen. Ab 500 und 600 Intensiv-Patienten sind deutliche Einschränkungen für Ungeimpfte vorgesehen. Die meisten Neuinfektionen verzeichnete erneut Oberösterreich, das Bundesland mit der geringsten Impfquote.

13.11 Uhr: Merkel besorgt über Anstieg der Corona-Zahlen

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich besorgt über deutlich steigende Corona-Zahlen gezeigt und mahnt zu weiter nötigen Schutzvorgaben. Für die Kanzlerin stelle sich die Frage, ab welchem Warnwert etwa bei der Krankenhausbelegung auch über zusätzliche Maßnahmen zu beraten wäre, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Auch die nun noch geschäftsführende Bundesregierung wäre in einem solchen Fall einer weiteren Zuspitzung der Lage jederzeit bereit, darüber mit den Ländern zu sprechen.

Aus Sicht Merkels sei es richtig und notwendig, dass nach Plänen der möglichen künftigen Regierungspartner SPD, FDP und Grünen viele Schutzmaßnahmen als Möglichkeit erhalten bleiben sollten, sagte Seibert. Seibert machte deutlich, dass aus Merkels Sicht die bisherige Verbindung zwischen der festgestellten Sonderlage und den Maßnahmen in der Pandemie bewährt und sinnvoll ist. Über Neuregelungen hätten nun aber der neue Bundestag und der Bundesrat zu entscheiden.

13.02 Uhr: EuGH verurteilt Polen zur Zahlung von Zwangsgeld

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat Polen zur Zahlung eines täglichen Zwangsgeldes in Höhe von einer Million Euro verurteilt. Grund für den Schritt ist nach einer Mitteilung des Gerichtshofes die bisherige Weigerung des Landes, höchstrichterliche Entscheidungen zu umstrittenen Justizreformen umzusetzen.

12.54 Uhr: Tötung von Neugeborenem – fast vier Jahre Haft für 22-Jährige

Eine 22 Jahre alte Frau aus Kerpen bei Köln ist wegen der Tötung ihres Neugeborenen schuldig gesprochen worden. Das Kölner Landgericht verurteilte die Deutsche wegen Totschlags in einem minder schweren Fall zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und neun Monaten. Die Angeklagte hatte bereits kurz nach der Tat ein umfassendes Geständnis abgelegt. Das Gericht blieb mit seinem Urteil deutlich unter den von der Anklage geforderten achteinhalb Jahren Haft. Die Staatsanwaltschaft will in Revision gehen.

12.48 Uhr: Studie – Fachkräftemangel inzwischen größer als vor der Pandemie

Der Fachkräftemangel in Deutschland ist nach einer aktuellen Studie bereits wieder höher als vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie. Im September hätten bundesweit knapp 390.000 Fachkräfte gefehlt. Dies seien "gut 50.000 mehr als zum Krisenbeginn im März 2020", fasste das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung, das zum arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft (IW) gehört, seine Berechnungen zusammen. Zuvor hatte die "Zeit" über die Studie berichtet. 

In den Berufsbereichen Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung, Bau, Architektur, Vermessung und Gebäudetechnik konnte im September demnach sogar über die Hälfte aller offenen Stellen bundesweit rechnerisch nicht besetzt werden, da passend qualifizierte Arbeitssuchende fehlten.

12.38 Uhr: Klimaforscher warnen vor "Schockverstärkung" bei Extremwetterschäden

Extreme Wetterereignisse wie die Überflutung einer Fabrik können nach Angaben von Klimaforschern nicht nur zu Produktionsverlusten vor Ort führen, sondern Schockwellen entlang der Lieferketten auslösen. Wenn dabei Wetterextreme ungefähr zur gleichen Zeit auftreten, können sich diese dann überlagern und sogar gegenseitig aufschaukeln, wie das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) mitteilte. Diese "Schockverstärkung" birgt demnach die Gefahr, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen der durch den weltweiten Treibhausgasausstoß zunehmenden Wetterextreme "größer werden können als bisher angenommen".

12.15 Uhr: FDP lehnt Quotenvorgabe für Frauen und Männer im Kabinett weiter ab

Die FDP lehnt eine Quotenvorgabe für Frauen und Männer bei den Regierungsposten in einer Koalition mit SPD und Grünen weiter ab. "Es ist üblich, dass jeder Vertragspartner seine Personalentscheidungen selbst trifft", sagte FDP-Generalsekretär Volker Wissing den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hatte im Wahlkampf betont, die paritätische Besetzung einer künftigen Regierung unter seiner Führung – also im Verhältnis 50:50 – solle nicht nur für die SPD-Minister gelten. Auf Twitter hatte er sogar das Versprechen abgegeben, sein Kabinett werde "mindestens zur Hälfte mit Frauen" besetzt sein.

11.54 Uhr: Polizei erwischt in Berlin zehn Graffiti-Sprayer beim Beschmieren von U-Bahn

Die Polizei in Berlin hat zehn Graffitisprayer beim Beschmieren von U-Bahnwaggons erwischt. Insgesamt 50 Spraydosen wurden beschlagnahmt, wie die Beamten mitteilten. Demnach hatten Mitarbeiter der Berliner Verkehrsbetriebe im Stadtteil Wilmersdorf gestern Abend die Beamten alarmiert, als sie die Gruppe bemerkten. Die Verdächtigen im Alter zwischen 17 und 27 Jahren besprühten gerade acht Waggons mit Farbe. Sie attackierten die Mitarbeiter, indem sie Feuerlöscher in ihre Richtung entleerten. Verletzt wurde niemand. Eine anschließende Flucht über einen Notausstieg eines U-Bahnschachts misslang. Dort fanden die Beamten die Spraydosen. Beschlagnahmt wurden zudem Handys und Kameras. Alle zehn blieben auf freiem Fuß. Gegen sie wird wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung ermittelt.

11.51 Uhr: Australischer Fußball-Profi Cavallo outet sich als schwul

Der aktive Fußballprofi Josh Cavallo vom australischen Erstligisten Adelaide United hat sich als homosexuell geoutet. "Ich bin Fußballer, und ich bin stolz, schwul zu sein", sagte der 21 Jahre alte Jugend-Nationalspieler Australiens in einem von seinem Verein veröffentlichten Video-Statement. Cavallo hofft, mit seinem Coming-out andere Menschen und Fußballer zu ermutigen. "Es ist erstaunlich zu wissen, dass es derzeit keine schwulen Profifußballer gibt, die sich outen und aktiv spielen. Nicht nur in Australien, sondern auf der ganzen Welt", schrieb Cavallo auf Instagram. "Ich weiß, dass es andere Spieler gibt, die sich bisher noch nicht hervorgewagt haben. Ich möchte helfen, dies zu ändern."

In Deutschland outete sich als bisher einziger Profi Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger nach dem Ende seiner Karriere. Als erster Profifußballer hatte sich Justin Fashanu vom englischen Premier-League-Club West Ham United 1990 während seiner Karriere geoutet. 2013 tat es der frühere US-Nationalspieler und Major-League-Soccer-Profi Robbie Rogers.

11.45 Uhr: Ingolstadt-Fans stehlen DFB-Pokal-Kopie aus Fußballer-Kneipe

Fans aus Ingolstadt haben nach der 0:2-Niederlage ihres Vereins in Dortmund eine Nachbildung des DFB-Pokals aus der Kneipe eines ehemaligen Fußballprofis gestohlen. Die vier 21 bis 27 Jahre alten Verdächtigen wurden dank einer trickreichen Fahndung der Polizei allerdings noch in der Stadt erwischt. "Die gute Nachricht: Der Pott bleibt in Dortmund", bilanzierten die Ermittler heute.

Wie die Polizei mitteilte, hatten die Ingolstädter die Pleite ihres Vereins gestern Abend in einer Kneipe in der Dortmunder Innenstadt begossen. Nach DPA-Informationen handelt es sich um das Lokal eines Ex-Fußballprofis, der selbst einst den DFB-Pokal gewonnen hat. Als die mehrere Tausend Euro teure Nachbildung weg war, alarmierte das Personal die Polizei. Die ermittelte bei der Taxizentrale und prompt erinnerte sich ein Fahrer an vier Gäste mit Pokal. Streifenbeamte passten das Quartett ab und stellten den Pott sicher. Jetzt wird gegen die Ingolstädter wegen Diebstahls ermittelt.

11.36 Uhr: Jede Sekunde eine Impfung – Impfquote bei 66,4 Prozent

Noch immer wird in Deutschland im Wochenschnitt rechnerisch jede Sekunde mehr als eine Person gegen das Coronavirus geimpft. Laut Robert-Koch-Institut liegt die Quote der vollständig geimpften Bürger jetzt bei 66,4 Prozent. Bei den über 60-Jährigen sind es 85,1 Prozent, bei den jüngeren Erwachsenen von 18 bis 59 Jahren 72,6 Prozent, und in der Altersgruppe der 12- bis 17-Jährigen 40,6 Prozent. Das RKI geht davon aus, dass die Impfquote bei Erwachsenen vermutlich um bis zu fünf Prozentpunkte höher sein dürfte, als die Daten nahelegen. Derzeit liegt sie für mindestens zwei Mal geimpfte Erwachsene offiziell bei 76,9 Prozent.

Für Kinder bis elf Jahre wurde noch kein Impfstoff zugelassen. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte rechnet nach bisherigen Angaben mit einer Zulassung des Impfstoffs von Biontech/Pfizer durch die EU-Arzneimittelbehörde EMA frühestens Mitte November.

11.33 Uhr: Farbangriffe auf Kölner Obdachlose – Polizei ermittelt

Die Kölner Polizei ermittelt wegen Farbangriffen auf Obdachlose. In den vergangenen Wochen seien möglicherweise mehrere Obdachlose nachts beim Schlafen mit Farbe übergossen worden, berichtete ein Polizeisprecher. Bisher lägen zwei Strafanzeigen vor, zwei weitere Obdachlose sollten heute vernommen werden. "Wir suchen natürlich nach weiteren Geschädigten, so es sie gibt", sagte der Sprecher. Vielleicht seien weitere Obdachlose mit Farbe überschüttet worden, aber bisher nicht zur Polizei gegangen.

11.20 Uhr: Angeklagter in Prozess um SUV-Unfall mit vier Toten in Berlin äußert Bedauern

Zum Auftakt des Prozesses um einen SUV-Unfall mit vier Toten in Berlin-Mitte hat der wegen fahrlässiger Tötung und Gefährdung angeklagte 44-jährige Fahrer vor dem Berliner Landgericht sein Bedauern über den Unfall und die Folgen geäußert. "Ich möchte den Angehörigen mein tiefstes Beileid aussprechen", hieß es in einer von Michael M. verlesenen Einlassung nach der Anklageverlesung.

Die Anklage wirft M. vor, am 6. September 2019 mit seinem Wagen gefahren zu sein, obwohl er wusste, dass bei ihm eine strukturelle Epilepsie sowie – nach einer etwa einen Monat zuvor erfolgten Operation – eine Hirnnarbe bestand. Bei gebotener Sorgfalt habe er erkennen können, gesundheitlich nicht in der Lage gewesen zu sein, das Fahrzeug sicher zu führen. Der Angeklagte sei infolge eines epileptischen Anfalls verkrampft und habe das Gaspedal durchgedrückt. Dann sei er konstant voll beschleunigend gradlinig rund 80 Meter weitergefahren, von der Fahrbahn abgekommen und habe vier Menschen sowie mehrere Poller und einen Ampelmast überfahren.

11.10 Uhr: Elf Festnahmen nach bayerischen Ermittlungen zu Millionenbetrug

In einem aus Bayern geführten Ermittlungsverfahren rund um Cybertrading sind in Israel und Georgien insgesamt elf Menschen festgenommen worden. Den acht Männern und drei Frauen im Alter zwischen 27 und 47 Jahren werde Betrug im Umfang eines mindestens mittleren zweistelligen Millionenbetrags vorgeworfen, teilte die Zentralstelle Cybercrime Bayern in Regensburg mit. Die Tatverdächtigen sollen in einer Vielzahl von Staaten Anleger betrogen haben.

An den Festnahmen in Tiflis und im Großraum von Tel Aviv seien auch bayerische Staatsanwälte und Polizisten beteiligt gewesen. Ausgangspunkt der Razzia war demnach die Anzeige eines Anlegers aus Weiden in der Oberpfalz, der auf der Plattform GetFinancial vor drei Jahren Opfer von Anlagebetrug geworden war. Den Ermittlern zufolge sollen die Festgenommenen Anlegern weltweit vorgetäuscht haben, dass sie auf Onlineplattformen gewinnbringend Geld investieren können. Tatsächlich sollen die Beschuldigten aber allein das Ziel verfolgt haben, die Gelder der arglosen Anleger für sich zu vereinnahmen.

11.07 Uhr: Lehrerverband fordert bundesweite Rückkehr zur Maskenpflicht an Schulen

Angesichts stetig steigender Corona-Fallzahlen bei Kindern und Jugendlichen fordert der Deutsche Lehrerverband bundesweit die Wiedereinführung der Maskenpflicht an Schulen. "Wir befinden uns bei den Infektionszahlen in der Altersgruppe der Schülerinnen und Schüler derzeit bereits auf einem Niveau, das deutlich höher liegt als vor einem Jahr", sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Damals hätten dann "ab Mitte Dezember die Schulen wieder schließen" müssen. Dies gelte es "unter allen Umständen zu vermeiden". Die Maskenpflicht müsse vor allem an Grundschulen wieder eingeführt werden. Grund sei ein fehlender Impfstoff für Kinder zwischen fünf und elf Jahren.

11.01 Uhr: Erzieher soll in Kita fünf Kinder missbraucht haben

Ein Erzieher soll in einer Kita in Bönningstedt bei Hamburg fünf Kinder sexuell missbraucht haben. "Wir führen gegen einen Erzieher in einer Kindertagesstätte ein Ermittlungsverfahren wegen des Vorwurfs des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Itzehoe zu entsprechenden Medienberichten. "Das Verfahren beruht auf einer Anzeige von Eltern, danach haben sich weitere Eltern gemeldet." Die Ermittlungen der Polizei dauerten an.

Die Eltern und die fünf möglicherweise betroffenen Kinder würden als Zeugen befragt, sagte der Sprecher weiter. "Ich weise darauf hin, dass zugunsten des Beschuldigten die Unschuldsvermutung gilt." Nähere Angaben zu dem Erzieher oder zum Alter der Kinder wollte die Staatsanwaltschaft nicht machen.

10.58 Uhr: Soldat bricht bei Geländemarsch zusammen – Klage abgewiesen

Ein Bundeswehrsoldat, der 2016 bei einem Übungsmarsch zusammenbrach, ist vor dem Landgericht Bonn mit einer Klage auf Schmerzensgeld und Schadenersatz gegen die Bundesrepublik gescheitert. Das Gericht habe nicht feststellen können, dass der Ausbilder vorsätzlich eine unerlaubte Handlung begangen habe, teilte eine Sprecherin mit. Dies wäre aber die Voraussetzung dafür, dass dem Soldaten weitere Ansprüche zustünden. Dieser hatte bei großer Hitze an einem Geländemarsch teilgenommen, war zusammengebrochen und musste ärztlich behandelt werden. Er bemängelte, dass es nicht genügend Gelegenheit zum Trinken gegeben habe. Dies habe das Gericht nach Zeugenaussagen aber nicht feststellen können, so die Sprecherin. Der Soldat kann noch Rechtsmittel gegen das Urteil einlegen.

Ein Verfahren gegen den Ausbilder wegen Misshandlung Untergebener war 2018 vom Amtsgericht Bad Kissingen gegen Zahlung einer Geldauflage eingestellt worden. Bei dem Übungsmarsch waren insgesamt vier Soldaten kollabiert.

10.54 Uhr: Dreijähriger weint nach Drohungen der Mutter bei Routineeinsatz der Polizei

Weil seine Mutter ihm regelmäßig mit der Polizei drohte, hat ein Dreijähriger bei einem Polizeieinsatz in Schwaben geweint und geschrien. Seine Mutter habe ihrem Sohn erzählt, dass die Polizei ihn holen würde, wenn er nicht brav sei, teilte die Polizei auf Twitter mit. "Droht euren Kindern bitte nicht mit der Polizei", hieß es dazu von den Beamten.

Sie waren Mitte Oktober in einen Laden in Donauwörth gegangen, um nach dem Besitzer eines davor parkenden Autos zu fragen, als der Junge zu weinen begann. Im Nachgang bekam der kleine Junge Süßigkeiten und Malbücher, um ihm die Angst zu nehmen. In der Regel haben Kinder allerdings keine Angst vor der Polizei, wie ein Sprecher sagte. In diesem Fall habe es sich um ein Extrembeispiel gehandelt.

10.24 Uhr: SPD, Grüne und FDP wollen Corona-Sonderlage beenden

Die gesetzliche Sonderlage wegen der Corona-Pandemie soll nach Plänen der möglichen künftigen Regierungspartner SPD, Grüne und FDP zum 25. November enden. Für eine Übergangszeit bis zum 20. März 2022 soll stattdessen aber eine neue rechtliche Basis für Corona-Vorgaben geschaffen werden, wie die drei Fraktionen mitteilten. Damit sollen die Länder weiterhin "weniger eingriffsintensive" Maßnahmen anordnen können, unter anderem zu Masken oder Zugangsregeln nur für Geimpfte, Genesene und Getestete. Bisher knüpfen Corona-Vorgaben laut Infektionsschutzgesetz daran an, dass der Bundestag eine "epidemischen Lage von nationaler Tragweite" sieht. Das Parlament hatte dies erstmals im März 2020 festgestellt und mehrfach bestätigt, zuletzt Ende August. Die Sonderlage läuft ohne neuen Verlängerungsbeschluss automatisch nach drei Monaten aus.

10.09 Uhr: Hausmeister auf Berliner Polizeigelände mit Marihuana erwischt

In Berlin ist ein Hausmeister auf einem Polizeigrundstück im Stadtteil Lichterfelde beim Konsum von Marihuana erwischt worden. Die Einsatzkräfte hätten auch bei der Durchsuchung seiner Wohnung geringe Mengen Marihuana gefunden, teilte die Polizei mit. Erkenntnisse zu dem Mann legten zudem nahe, dass dieser eine "extremistische Gesinnung" habe. Nun wird überprüft, wie es dennoch zu der externen Anstellung als Hausmeister der Polizeiliegenschaft kam. Der 54-Jährige habe sofort Hausverbot erhalten, hieß es weiter.

10.05 Uhr: Bayern-Star Hernandez entgeht Gefängnisstrafe

Fußball-Profi Lucas Hernández vom FC Bayern München muss in Spanien doch nicht ins Gefängnis. Die spanische Justiz hat einer Berufungsklage der Anwälte des 25 Jahre alten Franzosen stattgegeben, wie das Landgericht in Madrid mitteilte. Die sechsmonatige Haftstrafe wegen häuslicher Gewalt war schon 2019 von einem Strafgericht in Madrid verhängt worden. Hernandez darf nun vier Jahre lang keine weitere Straftat begehen. Zudem muss er 96.000 Euro Strafe zahlen.

9.20 Uhr: Paar nach Fund von skelettierter Kinderleiche in Texas in Haft

Nach dem Fund einer skelettierten Kinderleiche und dreier offenbar seit Monaten vernachlässigter Kinder in Texas hat die Polizei die Mutter der Kinder und deren 31 Jahre alten Freund in Haft genommen. Dem Freund werde Mord an dem tot aufgefundenen Kind vorgeworfen, erklärte das örtliche Sheriffbüro. Gegen die Mutter wird wegen Körperverletzung durch Unterlassen ermittelt.

In einer Wohnung in Houston waren am Sonntag die drei offenbar schon vor Monaten von ihren Eltern verlassenen Kinder sowie die skelettierte Leiche gefunden worden. Die Polizei verdächtigt den Freund, den Achtjährigen bereits vergangenes Jahr getötet zu haben. Das älteste Kind, ein 15-Jähriger, berichtete den Beamten, sein Bruder sei schon seit einem Jahr tot und seine Leiche habe seither im Raum neben seinem eigenen Zimmer gelegen. Die Polizei geht davon aus, dass die Kinder seit Monaten allein in der Wohnung hausten und wohl durch Nachbarn mit Essen versorgt wurden. Der Älteste habe versucht, sich um seine sieben und zehn Jahre alten Geschwister zu kümmern. Sie hätten jedoch Anzeichen von Unterernährung sowie körperliche Verletzungen aufgewiesen. Alle drei Kinder kamen in die Obhut des Jugendamts.

9.07 Uhr: Washington verbannt China Telecom wegen Sicherheitsbedenken vom US-Markt

Wegen "erheblicher" nationaler Sicherheitsbedenken hat Washington den chinesischen Telekommunikationsanbieter China Telecom vom US-Markt verbannt. Die Netzagentur Federal Communications Commission (FCC) wies den Konzern an, seine Dienste innerhalb von 60 Tagen einzustellen. Der Besitz und die Kontrolle des Unternehmens durch die chinesische Regierung "stellten ein erhebliches Risiko für die nationale Sicherheit und die Strafverfolgung dar", begründete die FCC die Entscheidung. Peking habe dadurch die Möglichkeit, "auf die US-Kommunikation zuzugreifen" und sie unter anderem "zu stören" oder für Spionage zu nutzen. Der Schritt, den seit fast 20 Jahren am US-Markt befindlichen Konzern zu verbannen, dürfte die ohnehin bereits angespannten Beziehungen zwischen China und den USA weiter belasten.

9.01 Uhr: Fast jeden Tag ein weiterer Dollar-Milliardär in China

Fast jeden Tag hat China einem Bericht zufolge einen Dollar-Milliardär mehr. Ihre Zahl stieg im vergangenen Jahr um 307 auf 1185, wie aus der neuen Reichenliste hervorging, die das Shanghaier Magazin "Hurun" vorlegte. Das Land mit der zweitgrößten Volkswirtschaft habe heute fünfmal mehr US-Dollar-Milliardäre als vor zehn Jahren. Der reichste Chinese ist demnach der 67-jährige Mineralwasserunternehmer Zhong Shanshan mit einem Vermögen von 60,6 Milliarden Dollar.

Auf Platz 2 steht jetzt der 38-jährige Gründer der Videoplattform Tiktok, Zhang Yiming, mit 52,8 Milliarden Dollar. Ihm folgt der Chef des Autobatterie-Herstellers CATL, Zeng Yuqun. Der 53-Jährige habe sein Vermögen auf 47,4 Milliarden US-Dollar verdreifachen können. Der Chef des Internetriesen Tencent, Pony Ma (50), rutschte auf Platz 4. Ähnlich landete Alibaba-Gründer Jack Ma (57) auf dem fünften Platz.

8.58 Uhr: Aung San Suu Kyi sagt erstmal seit Putsch vor Gericht aus

Im Prozess gegen Myanmars entmachtete politische Führung hat die unter Hausarrest gestellte Regierungschefin Aung San Suu Kyi erstmals seit dem Putsch selbst vor Gericht ausgesagt. Jedoch wurden nur wenige Details der Anhörung bekannt, weil die regierende Militärjunta ihrem Anwaltsteam jede Kommunikation mit Medien, Diplomaten, internationalen Organisationen und ausländischen Regierungen untersagt hat. "Die Junta sagt, die Anwälte könnten das Land durch ihre Kommentare an die Medien destabilisieren", schrieb die Zeitung "The Irrawaddy". Örtliche Medien berichteten, die 76-Jährige habe bereits gestern vor Gericht ausgesagt. Sie habe "ihre Unschuld sehr gut verteidigt", zitierte das Portal "Myanmar Now" einen ihrer Anwälte, der um Anonymität bat.

Suu Kyi steht seit dem Militärputsch von Anfang Februar unter Hausarrest. Die Justiz wirft ihr ein halbes Dutzend Vergehen vor. Es drohen langjährige Haftstrafen. Beobachter und Menschenrechtsexperten sprechen von einem Schauprozess und vermuten, dass die Junta die Friedensnobelpreisträgerin auf diese Weise langfristig zum Schweigen bringen will.

8.37 Uhr: Afghanistan-Konferenz in Teheran ohne Taliban

Die neuen Machthaber in Afghanistan, die militant-islamistischen Taliban, nehmen an einer Konferenz über die politische Zukunft des Landes in Teheran nicht teil. Persönlich mit dabei sind heute die Außenminister der Nachbarstaaten Afghanistans: Iran, Pakistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan. Per Videokonferenz werden offiziellen Angaben zufolge auch die Chefdiplomaten Chinas und Russlands zugeschaltet.

Präsident Ebrahim Raisi soll die eintägige Konferenz in der iranischen Hauptstadt eröffnen. Für den Iran gehe es laut Außenamtssprecher Said Chatibsadeh in erste Linie darum, dass alle politischen Gruppierungen an der politischen Zukunft Afghanistans beteiligt sind. Um dieses Ziel zu erreichen, müssten sämtliche Nachbarstaaten Afghanistans konstruktiv zusammenarbeiten. Gleichzeitig solle jegliche ausländische Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Landes vermieden werden, so der Sprecher auf Twitter.

8.20 Uhr: China lehnt UN-Beitritt Taiwans strikt ab

China hat eine offizielle Einbindung Taiwans in die Uno mit Nachdruck abgelehnt. Taiwan habe "kein Recht, den Vereinten Nationen beizutreten", sagte ein Sprecher des Büros der Pekinger Regierung für Taiwan-Angelegenheiten bei einer Pressekonferenz. "Die Vereinten Nationen sind eine intergouvernementale Organisation, die aus souveränen Staaten besteht." Taiwan aber sei "ein Teil Chinas". Gestern hatte US-Außenminister Antony Blinken eine stärkere Beteiligung Taiwans im UN-System gefordert. 

Die Spannungen zwischen Peking und Taipeh nehmen seit Jahren zu. Peking betrachtet Taiwan, das sich 1949 von China abgespalten hatte, als abtrünnige Provinz, die wieder mit dem Festland vereinigt werden soll - notfalls mit militärischer Gewalt.

7.54 Uhr: Altmaier erwartet Wirtschaftsboom im kommenden Jahr

Der nur noch geschäftsführende Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier erwartet nach eigenen Worten erst im kommenden Jahr eine boomende Konjunktur in Deutschland. "Das Wachstum wird in diesem Jahr geringer ausfallen als wir alle uns vorgestellt haben", sagte der CDU-Politiker im ARD-"Morgenmagazin". Die Rohstoffknappheit und die gestiegenen Energiepreise schlügen durch. Die deutsche Wirtschaft wachse zwar kräftig, "aber sie wird erst richtig zu einem Boom werden im nächsten Jahr mit über 4 Prozent." Voraussetzung sei, die internationalen Lieferketten zu stabilisieren. So müssten mehr Mikrochips auch in Europa hergestellt werden.

Altmaier stellt am Vormittag die neue Konjunkturprognose vor. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur erwartet die Regierung für 2021 nur noch ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 2,6 Prozent. Im April hatte sie mit einem Plus von 3,5 Prozent gerechnet.

7.43 Uhr: Großrazzia gegen Geldwäsche-Bande in NRW

Um einer Geldwäsche-Bande das Handwerk zu legen, hat ein Großaufgebot an Beamten eine Razzia in mehreren Städten Nordrhein-Westfalens durchgeführt. Es werde gegen 46 Beschuldigte wegen des Verdachts der Geldwäsche in besonders schweren Fällen ermittelt, teilten das Landeskriminalamt und die Kölner Staatsanwaltschaft mit. Am Morgen seien 250 Einsatzkräfte in Köln, Düsseldorf, Essen und weiteren Städten ausgerückt. In Ratingen durchsuchten die Beamten eine Lagerhalle. Insgesamt nahmen die Ermittler 49 Objekte unter die Lupe, darunter Wohn- und Geschäftsräume. Im Auftrag der Kölner Staatsanwaltschaft waren Beamte der Gemeinsamen Finanzermittlungsgruppe des LKA und des Zollfahndungsamts Essen unterwegs sowie Polizisten von vor Ort.

6.09 Uhr: Mehrheit der Deutschen möchte zum Klimaschutz gezwungen werden

Die große Mehrheit der Deutschen hält den Klimawandel und seine Folgen für die größte Herausforderung der Menschheit in diesem Jahrhundert und 72 Prozent finden, dass er sich auch auf ihren Alltag auswirkt. Das ergab eine Umfrage der Europäischen Entwicklungsbank (EIB). Im Kampf gegen den Klimawandel würden sechs von zehn Deutschen eine Steuer auf Produkte und Dienstleistungen begrüßen, die am stärksten zur Erderwärmung beitragen. 88 Prozent sind demnach für eine Garantie von mindestens fünf Jahren für Elektro- oder Elektronikgeräte. 85 Prozent sagten, sie seien dafür, Kurzstreckenflüge durch umweltfreundlichere Schnellzugverbindungen zu ersetzen. 

EIB-Vizepräsident Ambroise Fayolle erklärte, eine große Mehrheit der Deutschen fordere von den Behörden strengere Maßnahmen und bessere Lösungen wie Ökostrom, um den Klimawandel in den Griff zu bekommen. Die EIB finanziere Projekte für saubere Energie, Energieeinsparungen, nachhaltige Mobilität und Innovationen.

6.01 Uhr: Videosprechstunden nehmen in Coronakrise stark zu

In der Coronakrise haben ärztliche Beratungen per Videosprechstunde stark zugenommen. Im ersten Halbjahr 2021 gab es bei Praxen von Ärzten und Psychotherapeuten mehr als 2,25 Millionen solcher digitalen Kontakte, wie eine Auswertung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) ergab. Vor der Pandemie waren im ganzen Jahr 2019 keine 4000 Videosprechstunden abgerechnet worden. Die größte Nachfrage gab es demnach im April 2020 mit fast 604.000 Videosprechstunden. In den ersten drei Monaten 2021 waren es jeweils mehr als 400.000, seit März gingen die Zahlen wieder etwas zurück.

Auffällig habe die Inanspruchnahme von Psychotherapie-Leistungen für Kinder und Jugendliche zugelegt, erläuterte das Institut. Dies gebe Anlass zur Besorgnis und müsse eng beobachtet werden.

5.37 Uhr: Durch Putsch entmachteter Regierungschef des Sudan wieder zu Hause

Der durch einen Militärputsch abgesetzte Regierungschef des Sudan, Abdalla Hamdok, ist nach seiner Festnahme durch die Armee wieder nach Hause gebracht worden. Hamdok sei zusammen mit seiner Frau in sein privates Haus zurückgekehrt, teilte das Büro des Ex-Ministerpräsidenten mit. Ob Hamdok damit wieder die Bewegungsfreiheit erlangte, blieb aber unklar.

Der abgesetzte Ministerpräsident war nach dem Putsch vom Montag zunächst im Haus des obersten sudanesischen Generals, Abdel Fattah al-Burhan, festgehalten worden. Die genauen Umstände von Hamdoks Rückkehr nach Hause sind jedoch diffus. Unklar ist, ob er sich etwa unter einer Art Hausarrest befindet. Rund um das Haus des entmachteten Regierungschefs seien "Sicherheitsmaßnahmen" ergriffen worden, sagte ein Armeevertreter. Laut Hamdoks Büro befindet sich dieser "unter enger Überwachung".

5.19 Uhr: Einkaufen wird in Australien für Ungeimpfte kompliziert

Das Leben in Australien wird für Ungeimpfte immer komplizierter. In der Metropole Melbourne und dem Rest des Bundesstaates Victoria gilt künftig: Sobald dort 90 Prozent der Bürger vollständig geimpft sind, dürfen Ungeimpfte nur noch Geschäfte betreten, die unverzichtbar fürs tägliche Leben sind, also etwa Supermärkte und Drogerien. Der Covid-19-Beauftragte der Region, Jeroen Weimar, erklärte, es werde aber noch einige Wochen dauern, bis diese Regel in Kraft trete. Den Plänen der Regierung zufolge soll am 24. November die 90-Prozent-Marke erreicht sein.

Australien plant generell sehr strenge Auflagen für Menschen ohne Corona-Impfpass. So sollen in Zukunft nur zweifach Geimpfte das Land ohne Genehmigung verlassen und ohne strikte zweiwöchige Quarantäne einreisen können. Noch immer gibt es Diskussionen darüber, ob etwa ungeimpfte Tennisprofis, die im kommenden Jahr an den Australian Open in Melbourne teilnehmen wollen, überhaupt ins Land dürfen.

4.38 Uhr: RKI registriert 23.212 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz steigt deutlich

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist deutlich angestiegen. Das Robert-Koch-Institut gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Morgen mit 118,0 an, am Vortag waren es 113,0, vor einer Woche 80,4. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 23.212 Corona-Neuinfektionen.

4.29 Uhr: Treppenlauf im Empire State Building nach Corona-Pause zurück

Nach einer Zwangspause in der Corona-Pandemie sind erstmals wieder rund 200 Teilnehmer des legendären Treppenlaufs im New Yorker Empire State Building die 1576 Stufen des Wolkenkratzers hochgerannt. Erster wurde Wai Ching Soh aus Malaysia in 10 Minuten und 46 Sekunden. 2019 war Soh noch zweiter geworden, damals brauchte er fast 30 Sekunden länger. Bei den Frauen kam die US-Amerikanerin Cindy Harris nach 14 Minuten und einer Sekunde am schnellsten oben an. Den Rekord von 9 Minuten und 33 Sekunden über die 86 Stockwerke hatte 2003 der Australier Paul Crake aufgestellt. Den Siegrekord der Männer hält der Deutsche Thomas Dold, der zwischen 2006 und 2012 siebenmal Schnellster war.

2020 hatte das Rennen wegen der Coronakrise abgesagt werden müssen. Diesmal durften wegen der anhaltenden Auswirkungen der Pandemie nur deutlich weniger Teilnehmer als sonst antreten. Zudem musste bei der 43. Auflage des Laufes eine Corona-Impfung nachgewiesen werden und es galten Hygiene- und Abstandsregeln.

3.31 Uhr: Müdigkeit nach der Zeitumstellung laut Umfrage recht verbreitet

Etwa jedem dritten Menschen in Deutschland hat die Zeitumstellung schon einmal zu schaffen gemacht. 30 Prozent der Befragten gaben in einer repräsentativen Studie des Forsa-Instituts im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit an, schon einmal körperliche oder psychische Probleme gehabt zu haben. 70 Prozent verneinten dies. Besonders oft als Problem genannt wurden Müdigkeit oder Schlappheit (80 Prozent), Einschlafprobleme oder Schlafstörungen (67 Prozent) und eine schlechtere Konzentration (42 Prozent).

Frauen haben demnach eher schlechte Erfahrungen mit dem Vor- oder Zurückstellen der Uhren gemacht: 39 Prozent von ihnen erwähnten Probleme, bei den Männern waren es nur 21 Prozent. Unbeliebt ist die Zeitumstellung allgemein: 78 Prozent der Menschen in Deutschland finden sie überflüssig und wollen, dass sie abgeschafft wird. Nur 17 Prozent halten sie für sinnvoll. 2013 waren es noch 29 Prozent. An diesem Sonntag (31. Oktober) wird die Uhr um drei Uhr morgens auf zwei Uhr zurückgestellt.

2.41 Uhr: Brasilianischer Senatsausschuss empfiehlt Anklage von Präsident Bolsonaro

Ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss zur Corona-Politik der brasilianischen Regierung hat Staatspräsident Jair Bolsonaro teils schwere Straftaten zugeschrieben und eine Anklage empfohlen. Nach sechs Monaten Arbeit verabschiedete der Ausschuss den Abschlussbericht von Senator Renan Calheiros mit sieben zu vier Stimmen. Demnach wird Bolsonaro für mindestens neun Verbrechen verantwortlich gemacht – von Täuschung der Öffentlichkeit über Anstiftung zu Straftaten bis hin zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Insgesamt sollen laut dem 1289-seitigen Bericht außer Bolsonaro 79 weitere Personen zur Verantwortung gezogen werden, darunter drei Söhne des Präsidenten, weitere Politiker und Geschäftsleute sowie zwei Unternehmen. Welche Folgen der Bericht haben wird und ob die Empfehlungen auch zu Anklagen führen werden, ist unklar.

2.37 Uhr: Kletter-Fans können bald außen auf New Yorker Wolkenkratzer kraxeln

Wer schon immer mal außen an einem Wolkenkratzer hochklettern wollte, der kann das in New York bald machen. Ab dem 9. November könnten Besucher ab 13 Jahren am Hochhaus "30 Hudson Yards" – mit Seilen, Helmen und weiterer Schutzausrüstung gesichert – über Stufen einen kleinen Teil der Außenwand auf rund 390 Meter erklimmen, teilten die Betreiber mit. Es handele sich um das höchste Outdoor-Kletter-Angebot an einem Gebäude weltweit. Tickets kosten umgerechnet rund 160 Euro. Der Wolkenkratzer bietet bereits seit 2020 die Aussichtsplattform "The Edge" an, von der aus Besucher einen Panorama-Blick über Manhattan haben.

0.04 Uhr: 3G-Regel darf in Arztpraxen nicht angewendet werden

Das Bundesgesundheitsministerium hat darauf hingewiesen, dass Arztpraxen die sogenannte 3G-Regel nicht zur Voraussetzung für medizinische Behandlungen machen dürfen. Vertragsärzte seien verpflichtet, Patientinnen und Patienten zu behandeln, sagte ein Ministeriumssprecher der Zeitung "Die Welt". Die Behandlung dürften sie in der Corona-Pandemie "nicht von der Einhaltung der 3G-Regel abhängig machen". Das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium hatte laut "Welt" zuvor mitgeteilt, dass im ambulanten Sektor bereits Beschwerden über "Praxen im 3G- bzw. 2G-Betrieb" eingereicht worden seien. 

3G steht für "geimpft, genesen oder getestet". Die Regel bedeutet, dass für den Zutritt zu einem Ort eine vollständige Impfung gegen das Coronavirus, eine Genesung von Covid-19 oder ein negativer Test vorzuweisen ist. Bei der 2G-Regel werden nur Geimpfte und Genesene zugelassen.

mad / fs / yks AFP DPA

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