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Erneuter Vorfall Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche: Bus in Nordirland entführt und angezündet

Der ausgebrannte Doppeldeckerbus steht auf der Straße.
Den Doppeldecker konnte die Feuerwehr nicht mehr retten
© David Young / Picture Alliance
In Nordirland wurde zum zweiten Mal ein Linienbus entführt und in Brand gesteckt. Ministerin Mallon bezeichnet den Vorfall als "beschämend und widerlich".

Im nordirischen Newtownabbey wurde am Sonntag zum zweiten Mal in Folge ein Bus des öffentlichen Nahverkehrs entführt und auf offener Straße angezündet. Fahrgäste und Fahrer durften aussteigen, bevor die maskierten Männer den Bus in Brand steckten.

Maskierte Männer entführten den Bus

Am Sonntagabend stiegen vier Männer in der nordirischen Vorstadt in einen Doppeldeckerbus ein und forderten Fahrgäste und Fahrer auf, auszusteigen. Daraufhin steckten sie den Bus in Brand. Laut Polizei wurde dabei niemand verletzt. Feuerwehrleute löschten das Feuer, der Bus ist allerdings vollkommen ausgebrannt. Infrastrukturministerin Nichola Mallon bezeichnete den Vorfall als "beschämend und widerlich" und kritisierte, dass die Täter erneut auf Beschäftigte und Passagiere des öffentlichen Nahverkehrs abgezielt hatten.

"Translink-Busse sind ein öffentliches Gut", so die Abgeordnete der SDLP. "Ohne sie kommen die Menschen nicht zur Arbeit, zur Schule oder ins Krankenhaus." Sowohl die Busfahrer:innen als auch die Fahrgäste verdienten es, sich sicher zu fühlen und die öffentlichen Verkehrsmittel ohne Angst nutzen zu können, so Mallon.

Zweiter Vorfall in einer Woche

Die Entführung des Busses ist bereits die zweite innerhalb einer Woche. Am vergangenen Montagabend stiegen zwei bewaffnete und maskierte Männer in der nordirischen Stadt Newtownards in einen Bus ein. Sie befahlen ebenfalls dem Fahrer auszusteigen und steckten den Bus anschließend in Brand. Jeffrey Donaldson, Vorsitzender der Regierungspartei DUP, kritisierte schon den ersten Vorfall auf Twitter als "sinnlos". Veränderungen würden durch die Politik herbeigeführt, nicht durch brennende Busse, so der Politiker.

Zu dem jüngsten Vorfall meldete sich auch das betroffene Verkehrsunternehmen "Translink". Zwar konnten der Fahrer und einige wenige Fahrgäste den Bus unverletzt verlassen, der Fahrer sei aber "schwer erschüttert" und würde derzeit von Kolleg:innen unterstützt. "Wir sind sehr enttäuscht über diesen einschüchternden Angriff auf unseren Mitarbeiter und den öffentlichen Nahverkehr in der Region", teilte das Unternehmen mit. Nach dem Vorfall wurden alle Bus- und Metroverbindungen bis Montag eingestellt.

Quellen: BBC, T-Online

mlm

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