VG-Wort Pixel

Norwegen Drei Schwestern vom Blitz getroffen – zwei von ihnen sind tot

Blitze entladen sich während eines Gewitters (Archivfoto)
Blitze entladen sich während eines Gewitters (Archivfoto)
© Kent Porter/The Press Democrat/AP / DPA
Bei einer Wanderung auf dem norwegischen Berg Melshornet sind drei Schwestern vom Blitz getroffen worden. Zwei von ihnen – 18 und 12 Jahre alt – kamen dabei ums Leben. Eine weitere Schwester musste verletzt in ein Krankenhaus gebracht werden.

Tragisches Unglück in Norwegen: Drei Schwestern waren im Osten des Landes auf dem Berg Melshornet unterwegs, als ein Blitz in die kleine Gruppe einschlug. Ein zwölfjähriges Mädchen und ihre 18 Jahre alte Schwester kamen dabei ums Leben, wie mehrere norwegische Medien berichten. Die dritte wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht, wie die Polizei mitteilte.

Die Schwestern aus Oslo hätten sich am Sonntag auf einem Ausflug zu dem beliebten Ausflugsziel Melshornet befunden, so der Fernsehsender TV2. Die Polizei habe gegen 17 Uhr den Notruf erhalten.

144 Blitzeinschläge registriert

"Diejenige, die sich bei uns meldete, befürchtete, dass die, mit denen sie unterwegs war, gestorben seien. Als der Rettungshubschrauber an dem Ort eintraf, wurde uns dies bestätigt", sagte Einsatzleiter Borge Amdam bei einer Pressekonferenz am Sonntagabend. 

In der Gegend um Hareid, wo der Berg liegt, kam es am Sonntagnachmittag zu einem heftigen Sturm. Um den 668 Meter hohen Melshornet wurden innerhalb weniger Stunden 144 Blitzeinschläge registriert, wie TV2 weiter berichtet. Die Polizei hatte auf Twitter Bergsteiger und Ausflügler gebeten, sich vor dem Unwetter in Sicherheit zu bringen.

Große Trauer und Anteilnahme

Bernt Brandal, Bürgermeister der Gemeinde Hareid, sagte, die Gemeinde arbeite eng mit den Angehörigen zusammen, die in den nächsten Tagen gut betreut würden. "Es ist zutiefst tragisch, und unsere Gedanken sind bei den Angehörigen." Ein Krisenstab sei eingesetzt worden.

"Sie waren hier im Urlaub und haben eine Verbindung zur Gegend. Es ist besonders schwierig, wenn Kinder betroffen sind", sagte Brandal dem Rundfunk NRK. Am Montag wurden am Rathaus die Flaggen auf Halbmast gehisst, wie der Sender weiter berichtet. Auch die Kirche in Hareid sei geöffnet worden für diejenige, "die es brauchen".

Auch in Oslo, wo die Schwestern herkommen, herrsche Anteilnahme, so die Bürgermeisterin Marianne Borgen. "Dies ist ein tragischer Unfall, der eine Familie sehr hart getroffen hat. Meine wärmsten Gedanken gelten in erster Linie den Eltern dieser Mädchen, dem Kind, das im Krankenhaus liegt, sowie den unmittelbaren Angehörigen und Freunden."

Quellen: Polizei Møre og Romsdal, NRK, TV2, "VG"

rw

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker