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Ölpest im Golf von Mexiko: Operation "Top Kill" weitgehend erfolgreich

Das Ölfass ohne Boden scheint endlich gestopft. Der Chef der Küstenwache im Golf von Mexiko hat mitgeteilt, dass kein Gas und kein Öl mehr aus dem Bohrloch strömen.

Das leckende Bohrloch im Golf von Mexiko ist offenbar weitgehend gestopft. Wie der Chef der Küstenwache, Thad Allen, am Donnerstag mitteilte, strömen kein Gas und kein Öl mehr aus dem Leck. Der obere Teil des Bohrlochs sei "stabilisiert".

Bei dem "Top Kill"-Verfahren werden mit großem Druck pro Minute tausende Liter Schlamm durch das Sicherheitsventil, das auf dem Bohrloch sitzt, dem ausströmenden Öl entgegengepumpt. Um zu verhindern, dass zu viel Schlamm aus dem Ventil weicht, könnten auch geschredderte Reifen oder andere Gummiteile "hineingeschossen" werden.

Unabhängig vom Ausgang der Operation will US-Präsident Barack Obama noch am Donnerstag deutlich schärfere Regeln für Ölbohrungen im Meer ankündigen. Es geht um strengere Sicherheitsstandards und Kontrollen auf Bohrinseln. Die Ölindustrie sieht hohe Kosten auf sich zukommen und fürchtet, zu starr reguliert zu werden.

Im US-Bundesstaat Louisiana sind nach offiziellen Angaben inzwischen etwa 160 Kilometer Küstenlinie von Öl verschmutzt.

AFP/DPA / DPA
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