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Perugia: Erdbeben versetzt Einwohner in Angst

Es war wie in den Abruzzen: Der Boden bebte, ängstlich rannten die Menschen aus ihren Häusern. Grund für die Panik war ein Erdbeben der Stärke 4,2, das die Region um Perugia erschüttert hat. Aus Angst vor weiteren Erdstößen weigerten sich viele, in ihre Wohnungen zurückzukehren.

Sieben Monate nach dem schweren Erdbeben in Mittelitalien mit fast 300 Toten haben am Dienstag neue Erdstöße in der Region die Einwohner in Angst versetzt. In der Gegend von Perugia in der Region Umbrien habe sich ein Beben der Stärke 4,2 ereignet, teilte das Nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) auf seiner Website mit. Das Epizentrum lag demnach 9,2 Kilometer unter der Erde.

Die Bewohner des Gebietes hätten das Beben zwar deutlich gespürt, Verletzte oder sonstige Schäden seien aber vorerst nicht gemeldet worden, meldete die italienische Nachrichtenagentur Ansa.

"Das Hauptproblem ist nun, die Bevölkerung zu beruhigen", sagte Vincenzo Riommi von der örtlichen Zivilschutzbehörde. Die Menschen fürchteten sich vor Nachbeben und wollten daher nicht die Nacht über in ihren Häusern bleiben. Rund 400 Menschen hätten sich dazu entschieden, in Notunterkünften zu übernachten. Mehrere ältere Menschen wurden den Angaben zufolge in Krankenhäuser gebracht.

Bei einem Erdbeben am 6. April waren in den Abruzzen in Mittelitalien fast 300 Menschen ums Leben gekommen. 70.000 Einwohner wurden obdachlos. Im September hatte in der Region erneut die Erde gebebt, Schäden entstanden jedoch nicht.

AFP / AFP