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Mit gestohlenem Auto: Polizei stoppt Kinder bei Spritztour auf der Autobahn

Weil der Zündschlüssel steckte, klauten zwei Kinder kurzerhand ein Auto und machten sich auf den Weg nach Berlin. Ihre Fahrweise: genauso flott wie die der übrigen Autofahrer.

Eine Kelle mit der Aufschrift "Halt, Polizei" wird hochgehalten

Die Spritztour der beiden Kinder endete, als Polizisten das Auto stoppten

Zwei Kinder aus Niedersachsen sind bei einer Spritztour mit einem gestohlenen Auto von der Polizei gestoppt worden. Die Jungen im Alter von elf und zwölf Jahren waren auf dem Weg von Diepholz nach Berlin, als die Beamten sie auf der Autobahn 2 bei Wolfsburg anhielten. Das augenscheinlich unbeschädigte Fahrzeug wurde sichergestellt. Der Halter hatte von dem Diebstahl noch nichts bemerkt, als er am Nachmittag von der Polizei informiert wurde.

Wie die Polizei am Mittwoch weiter mitteilte, saß der Zwölfjährige am Steuer und fuhr nicht langsamer als andere. Autofahrern war aufgefallen, dass in dem Wagen nur Kinder saßen und verständigten die Polizei. Schließlich stellte sich heraus, dass der Besitzer des Autos vergessen hatte, den Zündschlüssel abzuziehen - die Kinder nutzten die Gelegenheit und fuhren los.

Die beiden Kinder, die in einer Wohngruppe leben, wurden von einem Verantwortlichen am Abend abgeholt. 

fin / DPA
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?