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Hass im Internet: Journalistin wird nach Trump-Artikel als "hässlich" und "fett" beschimpft – sie kontert mit Selfies

Melissa Blake hatte für CNN in einem Meinungsartikel darüber geschrieben, dass man Trump auf Twitter entfolgen solle – als Akt kollektiven Widerstands. Dafür wurde die physisch beeinträchtigte Journalistin aufs Übelste beschimpft. Für ihren Konter wird sie nun gefeiert. 

Selfie-Konter: Journalistin wird nach Artikel beleidigt und wehrt sich

Trump-Unterstützer hatten Journalistin Melissa Blake nach einem Artikel über Trump auf Twitter angefeindet. Sie wehrt sich mit Selfies.

Picture Alliance

Melissa Blake ist Journalistin für "Cosmopolitan", die "New York Times", CNN und betreibt den Blog "So About What I said". Sie schreibt über Beziehungen, Behinderung, Lifestyle und Popkultur. Anfang August schlug ihr auf Twitter viel Hass entgegen, nachdem ein Youtuber einen ihrer Artikel auf CNN aufgriff. Sie schrieb darüber, was passieren würde, wenn "wir alle Trump auf Twitter entfolgen". Darin beschreibt sie, dass es ein "kraftvoller Akt kollektiven Widerstands" wäre, wenn man einfach nichts mehr von dem lesen würde, was der US-Präsident in sozialen Netzwerken schreibt. Anschließend twitterte sie:

"Kleine Erinnerung daran, wie es ist, eine Online-Autorin mit Behinderung zu sein UND das ist Amerika 2019." Die Kommentatoren auf Twitter hatten sie als fett, hässlich und als "Kartoffel mit Gesicht" beleidigt. Blake schreibt: "Ein Seitenhieb auf meine journalistische Glaubwürdigkeit stört mich nicht. Aber wisst ihr was? Ich habe es so satt, dass Menschen (Männer) denken, es sei okay, das Aussehen einer Frau zu beleidigen. Ja, durch meine physische Beeinträchtigung sehe ich anders aus. Glaubt mir, ich weiß das. Ich habe es schon mein ganzes Leben lang gewusst."

Tweet mit Selfies geht viral

Einen Monat später landet Blake ihren ersten viralen Tweet, indem sie ihre Trolls im Internet auf die beste Art und Weise kontert: "Während der letzten Welle an Beschimpfungen sagten die Leute, dass es mir verboten werden sollte, Bilder zu posten, weil ich zu hässlich sei. Also würde ich dem gern nachkommen und die Gelegenheit nutzen, diese drei Selfies zu posten.", schreibt sie.

Innerhalb kurzer Zeit gab es für ihren Tweet mehr als 225.000 Likes und über 17.000 Retweets. Die Anzahl ihrer Follower stieg von 7500 auf über 41.000 Follower (Stand: 10.9.2019), die ihr viel Zuspruch geben: "Mein Lieblingstweet des Jahres", "Wir könnten weniger Trolle und viel mehr Menschen wie Melissa auf dieser Welt brauchen" oder "Hör nicht auf, diese wunderschönen Bilder zu posten!" 

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