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Sensationsfund: Forscher entdecken unterirdischen See auf dem Mars

Über 20 Kilometer erstreckt sich ein See mit flüssigem Wasser unter der Oberfläche des Mars. Bedeckt von einer Eisschicht, blieb er lange verborgen. Das sollte sich nun ändern.

Wasser auf dem Mars

Die Aufnahme einer Sonde zeigt die Wasser-Ansammlung auf dem Mars

DPA

Dass das Universum noch viele Überraschungen für uns Erdlinge bereithält, zeigte sich erst vergangene Woche, als zwölf Jupiter-Monde entdeckt wurden, die in der Umlaufbahn des größten Planeten kreisen. Jetzt gibt es wieder Neuigkeiten, die nicht weniger sensationell sind.

"Ein sehr aufregender Fund"

Auf dem Mars ist erstmals ein weit ausgedehnter See mit flüssigem Wasser entdeckt worden. Wie das US-Wissenschaftsmagazin "Science" am Mittwoch berichtete, ist das unterirdische Gewässer etwa 20 Kilometer lang und unter einer Eisschicht verborgen. Es handelt sich demnach um die größte Ansammlung von flüssigem Wasser, die jemals auf dem Planeten entdeckt wurde.

"Es ist ein sehr aufregender Fund", sagt Geophysiker David Stillmann vom Southwest Research Institute in Colorado dem Fachmagazin "Science". "Er wird einen hochinteressanten Diskurs in den Wissenschaften anregen".

Gibt es Leben auf dem Mars?

Seit Jahrzehnten stritten Forscher darüber, ob es auf dem Mars derzeit flüssiges Wasser gibt - ein Diskurs, der zuletzt durch entdecktes Eis an den Polkappen befeuert wurde und mit dem neuen Fund beendet sein dürfte. 

Was dagegen wenig strittig war: vor Milliarden Jahren floss schon einmal kühles Nass auf dem Planeten, vielleicht sogar im Ausmaß eines Ozeans. Ausgetrocknete Flussläufe und Sedimente, die bis heute auf der Oberfläche sichtbar sind, reichen den meisten als Beweis. Die Mars-Atmosphäre jener Zeit war wesentlich dichter als heute, seine Temperaturen höher. Heute würde jedes Wasser an der Oberfläche sofort verdunsten.

Die Temperatur des unterirdischen Sees schätzen Forscher auf minus 68 Grad Celsius - und auch sonst stehen die Zeichen schlecht, dass es darin Leben geben könnte. Das Wasser braucht einen sehr hohen Salzgehalt, um bei diesen Temperaturen flüssig zu bleiben.

Weltall: Außerirdisches Leben? Riesiger Ozean bedeckt Jupitermond Europa
sve / AFP
Themen in diesem Artikel
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?