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Nach dem Tod von Löwe Cecil: Simbabwe erlaubt Löwenjagd wieder - nach nur einer Woche

Die illegale Tötung von Cecil dem Löwen sorgte weltweit für Empörung. Simbabwe verhängte daraufhin ein generelles Jagdverbot. Nur eine Woche später wurde dieses nun wieder drastisch gelockert - auf Druck der Jagdindustrie.

Von Finn Rütten

Löwen in Simbabwe

Der Löwe Cecil wurde Anfang Juli aus seinem Schutzgebiet gelockt, mit einem Pfeil schwer verletzt und mit einem weiteren Pfeil getötet

Der Fall des illegal durch einen US-Zahnarzt getöteten Löwen Cecil sorgte im Juli weltweit für Aufregung. Im Zuge der medialen Aufmerksamkeit verkündete Simbabwe - das Land, in dem Cecil starb - am 2. August, Löwen-, Leoparden- und Elefantenjagd sei ab sofort im gesamten Staatsgebiet verboten. Tierschützer aus aller Welt begrüßten den Schritt, kurz darauf flachte das öffentliche Interesse wieder ab und allem Anschein nach wurde die simbabwische Jagdindustrie aktiv.

Wie der US-Sender NBC und das südafrikanische Online-Portal "News24" berichten, hat Simbabwe das eilig eingeführte Jagdverbot nach lediglich einer Woche wieder drastisch gelockert. Das landesweite Verbot sei aufgehoben und nur noch auf bestimmte Gebiete beschränkt. Darunter sei auch das, in dem Cecil gelebt hatte. Dort war bereits vor dem Zwischenfall die Jagd verboten. Das Tier wurde von dem US-Zahnarzt und seinen Komplizen aus dem Areal gelockt. Laut "News24" geht es bei dem neuen Verbot insgesamt um vier kleinere Areale. Überall sonst darf wieder auf Löwen, Elefanten und Leoparden geschossen werden.

Druck der Jagdindustrie

Eine Sprecherin der simbabwischen Nationalparks sagte NBC, dass das Verbot nach "einem Gespräch der Parkbehörden mit Vertretern der Jagdindustrie" wieder aufgehoben wurde. Den Forderungen der Vertreter sei nachgekommen worden, so die Sprecherin.

Im Zuge der Aufhebungen seien auch einige Regelungen angepasst worden. So sei die Jagd mit Pfeil und Bogen - der US-Zahnarzt hatte Cecil mit einem Pfeil schwer verletzt und später mit einer Schusswaffe hingerichtet - generell verboten, solange man keine ausdrückliche schriftliche Genehmigung der Behörden dafür vorweisen könne. Außerdem sollen überführte Wilderer ein lebenslanges Verbot für offizielle Jagdgenehmigungen bekommen. Auch registrierte Tiere mit Halsband und "Kultstatus" sollen nicht bejagt werden dürfen.

Löwenjagd zum Löwenschutz?

Die Löwenjagd wird von Tierschützern sehr kritisch gesehen. Es gibt aber auch Stimmen, die den Jagdtourismus als notwendiges Übel rechtfertigen. Der kanadische TV-Sender CBC sprach mit zwei US-Firmen, die auch Jagdsafaris nach Afrika anbieten. John Martins, Besitzer der im US-Bundesstaat Florida ansässigen Firma "Discount African Hunts" sagte CBC, dass man auch die Situation der kleinen Dörfer in Afrika miteinbeziehen müsste. Die Bewohner dort würden Löwen als Bedrohung wahrnehmen und seien nur bereit, diese nicht selbst zu bejagen, wenn sie dafür "eine Form der Kompensation" erhalten würden. Die Einnahmen aus den sehr teuren Löwenjagden etwa, die dem Bericht zufolge zwischen 40.000 und 70.000 US-Dollar kosten, flössen zu einem großen Teil an die örtlichen Behörden, die damit wiederum Tierschutzgebiete einrichten und Wildhüter einstellen würden.

Rob Dunham, der ein vergleichbares Geschäft im kanadischen Edmonton betreibt, schlug in dem Bericht ähnliche Töne an: "Entschuldigen Sie das Wortspiel, aber der Löwenanteil geht an die Gemeinden." Außerdem gebe es strenge Regeln für die Löwenjagd. Simbabwische Behörden würden die Populationen akribisch überwachen und nur dann Jagdgenehmigungen ausstellen, wenn genügend Löwen vorhanden seien. Zudem seien zum Beispiel männliche Löwen mit jungem Nachwuchs vom Abschuss ausgeschlossen, da ansonsten ein Nachfolger die Junglöwen im Rudel töten würde, um das Überleben seines eigenen Erbgutes zu sichern.

Tierschützer widerspricht

Jeff Flocken vom International Fund for Animal Welfare (Ifaw) widersprach in dem CBC-Bericht der Darstellung der beiden Unternehmer. Studien hätten gezeigt, dass nur drei bis fünf Prozent der Erlöse bei den örtlichen Gemeinden landen würde, den Rest würden sich die Veranstalter einstecken. Außerdem sei die Löwenpopulation - auch durch Jagd - in den letzten Jahren drastisch zurückgegangen. Die Tiere seien vom Aussterben bedroht.

Löwen seien zwar durchaus eine Bedrohung für die kleinen Dörfer in der Region. Es sollten aber vermehrt "nicht-tödliche" Schutzmaßnahmen eingesetzt werden. Flocken zweifelte auch die wirtschaftliche Bedeutung der Jagdindustrie insgesamt an. Zwar brächte die Jagd Einnahmen in Millionenhöhe, Milliarden aber würden mit dem normalen Naturtourismus verdient. "Und das schöne daran ist, dass man sich diese Tiere immer und immer wieder angucken kann."

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