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Starzlachklamm im Allgäu Beim Canyoning von Sturzflut mitgerissen – Vermisste Frau tot aufgefunden

Retter arbeiten in der Starzlachklamm an einem Steilhang am Flussufer.
Retter arbeiten in der Starzlachklamm bei Sonthofen an einem Steilhang am Flussufer
© Andrea Liss / DPA
Nach einem starken Gewitter im Allgäu sind am Samstag in der Starzlachklamm mehrere Menschen verletzt worden. Eine Frau wurde zunächst vermisst. Am Sonntag fand man ihre Leiche. 

Die nach einem Canyoning-Unglück im Allgäu vermisste 27-jährige Frau ist am Sonntag tot geborgen worden. Wie die Polizei mitteilte, war sie mit anderen Canyoning-Sportlern am Samstag in der Starzlachklamm bei Sonthofen nach einem Gewitter vom schnell ansteigenden Wasser mitgerissen worden. 

Beim Canyoning in der Starzlachklamm von Flut überrascht

Die Gruppe Sportler war am Samstagmittag beim sogenannten Canyoning in der Klamm bei Sonthofen von einer Sturzflut überrascht worden. Nach einem starken Gewitter seien mehrere Mitglieder der Gruppe vom schnell ansteigenden Wasser eingeschlossen und teilweise mitgerissen worden, teilte die Polizei mit. Ein 31- und ein 49-Jähriger Mann wurden schwer verletzt. Der Jüngere sollte noch am Sonntag aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Die Frau wurde von den Wassermassen mitgerissen und galt seither als vermisst. Bei der Suche nach ihr waren neben Berg- und Wasserwacht, Feuerwehr und dem THW auch Drohnen und ein Rettungshubschrauber im Einsatz. Die Sicht in dem normalerweise klaren Wasser sei nach dem Gewitter schlecht gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Die Suche musste am Samstagabend wegen der Dunkelheit zunächst unterbrochen werden. Am Sonntagmorgen wurde die Leiche der jungen Frau dann in der Klamm gefunden.

Unter Canyoning versteht man eine abenteuerliche Tour durch eine Schlucht mit Abseilen, Klettern, Springen, Rutschen und Schwimmen. Die Starzlachklamm im Oberallgäu gilt als ein Hotspot für diesen Freizeitsport. Mehrere Veranstalter bieten geführte Touren dort an. Am Samstagnachmittag dürften an die 60 bis 70 Menschen an oder in der Klamm unterwegs gewesen sein, sagte der Polizeisprecher. Ob bei dem Unglück ein Verschulden seitens eines Veranstalters bestehe, werde nun geprüft.

Anm.d. Red.: Dieser Artikel wurde aktualisiert

jek DPA

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