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Südafrika: 960.000 statt 96 Euro überwiesen: Studentin geht mit irrtümlich erhaltenem Geld auf Shoppingtour

Diesen Geldsegen wird Sibongile Mani so schnell nicht vergessen. Umgerechnet 960.000 Euro wurden ihr versehentlich überwiesen. Weil sie den Fehler nicht meldete und das Geld verprasste, muss die Studentin vor Gericht.

Walter-Sisulu-Universität

Das Gebäude der Walter-Sisulu-Universität 

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In Südafrika ist eine Studentin der Walter-Sisulu-Universität in der südöstlichen Stadt Mthatha festgenommen worden, die irrtümlich ein Stipendium von 14 Millionen Rand (rund 960.000 Euro) erhalten hatte und mit einem Teil des Geldes auf Einkaufstour gegangen war. Die 28-jährige Sibongile Mani wurde nach Polizeiangaben wegen Diebstahls in der Stadt East London festgenommen. Vor knapp einem Jahr war das Geld auf ihrem Konto eingegangen. Eigentlich hätte sie nur 1400 Rand (rund 96 Euro) aus einem staatlichen Förderprogramm für arme Studenten erhalten sollen.

55.000 Euro verprasst

Anstatt den Irrtum aber zu melden, ging Mani mit dem Geld einkaufen. Sie leistete sich Luxusklamotten, Smartphones und organisierte eine Party - für all das gab sie rund 55.000 Euro aus. Die Seite "News24.com" bemerkt dazu: "Währenddessen lebt ihre Großmutter, bei der sie aufgewachsen ist, in Armut."

Nach drei Monaten entdeckten die Behörden den Irrtum und zogen das restliche Geld ein. Am Dienstag stellte sich die Studentin schließlich der Polizei. Nach kurzer Zeit kam sie wieder auf freien Fuß, muss sich im Juli aber erneut einer Anhörung stellen. Wie genau die Überweisung zustanden kam ist unklar. Der Chef der zuständigen Firma will nachweisen können, dass die richtige Summe überwiesen wurde, auch die Universität kann keinen Fehler erkennen.

nik / AFP