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Zwölf Jahre Haft: Koreanischer Professor zwang Studenten, Exkremente zu essen

Ein Student in Südkorea wurde von einem Professor jahrelang schwer misshandelt - die Taten fliegen auf, als er versucht, sich das Leben zu nehmen. Nun muss der Professor zwölf Jahre in Haft. Das Gericht bezeichnet die Taten als "psychologischen Mord".

Weil er einen Studenten zwang, unter anderem Kot und Urin zu sich zu nehmen, ist in Südkorea ein Universitätsprofessor zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Mit seinen Taten habe der 52-jährige Professor "eine Art psychologischen Mord" begangen, erklärte das Gericht am Donnerstag in der Urteilsbegründung. Das Strafmaß lag mit zwölf Jahren Haft zwei Jahre über der Forderung der Staatsanwaltschaft. Das Gericht begründete dies mit "unvorstellbaren Grausamkeiten", die der Professor über zwei Jahre hinweg begangen habe.

Die Taten begannen, nachdem der Professor namens Jang den Studenten eingestellt hatte, um für eine gemeinnützige Organisation zu arbeiten. Mit Hilfe weiterer Studenten, die als Mitangeklagte vor Gericht standen, griff der Professor den Studenten etwa mit einem Baseballschläger und anderen Waffen an. Außerdem stülpte er ihm eine mit Pfefferspray gefüllte Plastiktüte über den Kopf und zwang ihn anschließend, menschliche Exkremente zu essen. Das Opfer sagte aus, den Missbrauch in der Hoffnung ertragen zu haben, dass Jang ihm helfen könnte, eine Stelle als Universitätsprofessor zu finden.

Der Professor war im Juli festgenommen worden, nachdem der inzwischen 29-jährige Designstudent versucht hatte, sich das Leben zu nehmen. Die drei Studenten, die dem Professor bei den Taten geholfen hatten, wurden zu Haftstrafen zwischen drei und sechs Jahren verurteilt.

amt / AFP
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