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Gequälte Raubtiere 22 Jahre im Käfig gefangen – das grausame Geschäft mit der Bärengalle



Ein paar Fakten: Bärengalle ist in etwa so teuer wie Gold. 
Für ein paar Gramm werden mehr als 100 Dollar gezahlt. 
Seit 3000 Jahren wird dem Gallensaft in der traditionellen chinesischen Medizin eine heilsame Wirkung nachgesagt. 
Um die teure Flüssigkeit zu erhalten werden Bären in Südostasien in kleinen Käfigen gehalten, regelmäßig wird ihnen der Gallensaft entnommen. 
Jahrzehnte werden die Bären in die kleinen vergitterten Verschläge eingesperrt. 
Inzwischen gehen die Behörden in Vietnam gegen die illegale Tierhaltung vor. Der jüngste Fall: Eine Malaienbärin wurde in die Obhut der Tierschutzorganisation Free the Bears übergeben. Sie verbrachte 22 Jahre auf Gitterstäben in einem Hinterhof in Südvietnam. Dem Tier fehlte eine Vordertatze. 
Erst eine Woche zuvor war der Organisation die Rettung eines Kragenbärs geglückt, das etwa 1 Meter achtzig große Tier war 18 Jahre in einem ähnlichen Käfig eingesperrt.
Die Rettungen haben grundsätzlich den gleichen Ablauf:
Die Tiere werden für den Transport betäubt und tiermedizinisch untersucht.
Mit einem Fahrzeug der Tierschutzorganisation werden die Tiere über den Fluss Song Dong Nai in den Cat Tien Nationalpark gebracht. Hier unterhält Free the Bears eine Rettungsstation für Bären mit einem großen Freilandgehege. 
Nach der Befreiung benötigen die Bären intensive medizinische Betreuung. Ihre Muskeln sind durch den Bewegungsmangel atrophiert. Oftmals ist das Verhalten gestört. Vielen Bären fehlen Gliedmaßen, einige sind hirngeschädigt. 


Ein Großteil der befreiten Bären stirbt über kurz oder lang an Leberkrebs, verursacht durch das jahrelange Galleabzapfen.


Doch für die Bären, die überleben, haben die Helfer einen geschützten Bereich in ihrem natürlichen Lebensraum geschaffen. Nach einer Quarantänezeit dürfen die Bären in das große Außengehege. Hier können sich die Tiere ausruhen, spielen und baden. Diese Möglichkeiten werden den jüngst befreiten Bären bald auch offen stehen. Dafür werden sie schon jetzt mit gesunden Leckereien aufgepäppelt, in dem großzügigen Quarantänebereich können sie langsam zu Kräften kommen. 


Finanziert wird die Bärenstation von Organisationen wie der Berliner Welttierschutzgesellschaft. Aber es werden auch immer freiwillige Helfer gesucht. Zum Beispiel können Freiwillige in den Ferien die Bären versorgen und dabei Land und Leute kennenlernen.
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Bären werden in Südostasien wegen ihrer Galle gequält und gejagt. Vietnamesischen Behörden ist es nun gelungen, zwei Tiere aus der illegalen Haltung zu befreien. 

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