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Terrorverdacht in Köln: Verdächtiger aus Baumarkt stellt sich Polizei

Weil er ungewöhnlich viel Chemikalien kaufte, die auch zum Bau einer Bombe genutzt werden können, fahndete die Kölner Polizei nach einem Mann mit arabischem Aussehen. Nun hat sich der Verdächtige gestellt.

Der Kauf von Chemikalien durch diesen Mann soll eher einen harmlosen Hintergrund haben

Der Kauf von Chemikalien durch diesen Mann soll eher einen harmlosen Hintergrund haben

Die Suche nach einem Mann, der in einem Kölner Baumarkt verdächtige Chemikalien gekauft hat, ist beendet. Der Mann habe sich am Dienstagabend in Köln gestellt, teilte die Polizei mit und bestätigte eine Meldung der "Bild"-Zeitung. Die Hintergründe sind noch nicht bekannt. Der Kauf der Chemikalien soll jedoch eher einen harmlosen Hintergrund haben. 

Knapp zwei Wochen vor dem Rosenmontagszug in Köln hatte ein Mitarbeiter des Baumarktes in Pulheim bei Köln die Polizei informiert, dass ein 45 bis 50 Jahre alter Mann am vergangenen Freitag Chemikalien gekauft hat, aus denen man eine Bombe herstellen könnte. Um welche es ging, wollte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst nicht sagen. Der Mix sei aber verdächtig.

Daraufhin wurde eine Fahndung mit Bildern des Mannes aus dem Baumarkt eingeleitet. Die Behörden baten die Bevölkerung mit dem veröffentlichten Foto "dringend um Unterstützung bei der Fahndung". Die Ermittler hatten schon in ihrer Mitteilung ausdrücklich daraufhin gewiesen, dass nicht gesichert sei, "dass der Kauf der üblicherweise für Reinigungsmaßnahmen bestimmten Chemikalien im Zusammenhang mit einer zweckfremden, kriminell motivierten Verwendung steht". Dennoch nahm man den Hinweis angesichts der aktuellen Sicherheitslage "sehr ernst".

"Kein Grund, den Kölner Rosenmontagszug abzusagen"

Zu anfänglichen Mutmaßungen, eine möglicherweise ergebnislose Fahndung nach dem Mann könne Auswirkungen auf den bevorstehenden Karneval in Köln haben, hatte ein Polizeisprecher gesagt: "Wir ermitteln jetzt erst mal in dem Fall." Auch die Sprecherin des Festkomitees Kölner Karneval, Sigrid Krebs, sah den Rosenmontagszug nicht gefährdet. "Wir haben keinen Grund, den Kölner Rosenmontagszug abzusagen", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. "Es gibt keinen Zusammenhang zwischen der Fahndung und dem Karneval. Das bestätigt uns die Polizei."

Zum Rosenmontagszug in der Karnevalshochburg Köln werden rund eine Million Zuschauer erwartet. 


mod mit DPA/AFP
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