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Nach Höhlendrama: Ärzte wollen Thai-Fußballer bald entlassen - und geben ihnen einen guten Rat mit auf den Weg

Gute Nachrichten aus Thailand: Die gerettete Fußballmannschaft und ihr Trainer sind "bei guter Gesundheit" und dürfen das Krankenhaus bald verlassen. Damit das auch so bleibt, mahnen die Ärzte jedoch zu Vorsichtsmaßnahmen.

Sie liegen mit Atemschutzmasken in Betten, lächeln und wirken erleichtert: Die gerettete thailändische Fußballmannschaft befindet sich zur weiteren Beobachtung zwar noch im Krankenhaus, doch die Ärzte wollen die Jungs bald nach Hause zu ihren Familien schicken. Als Termin sei der kommende Donnerstag angesetzt. "Sie werden alle gemeinsam entlassen", verkündete der thailändische Gesundheitsminister Piyasakol Sakolsattayatorn. Die Jungen und ihr Trainer seien "bei guter Gesundheit" und "frohgemut", versicherte er. 

Die zwölf Fußballer im Alter von elf bis 16 Jahren waren am 23. Juni von rasch steigenden Wassermassen in der Tham-Luang-Höhle überrascht worden. Das Fußballteam wurde neun Tage später von Rettern gefunden und mit Lebensmitteln versorgt. Der Fall sorgte weltweit für Schlagzeilen und Aufsehen. Die Rettung des Teams war ausgesprochen riskant. Ein Taucher starb bei dem Versuch, Sauerstoffflaschen in der Höhle zu deponieren.

Auch nach der Entlassung dürfte das öffentliche Interesse an den Thai-Fußballern groß sein. Den Jungen sei deshalb geraten worden, sich nach der Entlassung aus dem Krankenhaus weiter auszuruhen und möglichst viel Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen. Außerdem sei es sinnvoll, Journalisten möglichst keine Interviews zu geben. Interviews könnten Symptome von posttraumatischen Belastungsstörungen auslösen, warnte der Minister.

"Ich möchte sie umarmen"

Bekannte und Freunde der geretteten Fußballmannschaft versuchen währenddessen, wieder in einen geregelten Alltag überzugehen. Die Teamkollegen der zwölf Jungs spielen wieder Fußball. Es war die erste Trainingseinheit seit die zwölf Jungen und ihr Trainer nach einem Ausflug in die Tham-Luang-Höhle als vermisst gemeldet worden waren.

Nun da sie ihre Freunde in Sicherheit wüssten, seien seine übrigen Spieler guter Dinge, sagte Nopparat Khantavong, Cheftrainer der "Wildschweine", wie sich das Team nennt. "Ich möchte den Jungs sagen, dass ich sie vermisse und dass ich sie umarmen möchte", sagte Spieler Supaghid Pragaihong. "Ich wünsche ihnen eine schnelle Genesung, sodass wir wieder zusammen Fußball spielen können."

ikr / AFP
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