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Füße auf dem Sitz: Ältere Dame erteilt U-Bahn-Flegel unvergessliche Lektion

Füße gehören nicht auf den Sitz! Diese Lektion musste ein junger Mann aus Toronto auf eine eindrucksvolle Art und Weise lernen. Denn er hatte das Pech, auf eine Dame mit einer rabiaten Erziehungsmethoden zu treffen. 

Toronto: Miel Vasulka erteilt in einer U-Bahn einem jungen Mann eine Lektion

Toronto: Miel Vasulka erteilt in einer U-Bahn einem jungen Mann eine Lektion

Füße sind für die meisten Menschen nicht gerade die attraktivsten Körperteile. Erst recht nicht, wenn sie in der U-Bahn in dreckigen Straßenschuhen auf dem Nachbarsitz liegen. Doch besonders Jugendliche können von dem vermeintlich coolen Gebaren einfach nicht lassen. Gut gemeinte Ermahnung anderer Fahrgäste stoßen da nicht immer auf offene Ohren.

Miel Vasulka hat aber eine ganz eigene Art und Weise sich bei solchen Grobianen Gehör zu verschaffen. In einer U-Bahn in Toronto stellte die Kanadierin ihre Methode eindrucksvoll unter Beweis. Ein Passagier filmte das Geschehen und machte Vasulka zur Netz-Heldin.

Weg mit den Füßen

Die ganze Geschichte nahm ihren Lauf, als die 56-Jährige am 19. Februar in der U-Bahn auf einen jungen Mann aufmerksam wurde, der seine Füße auf einen der Sitze gestellt hatte. Zunächst habe sie ihn gebeten, dies zu unterlassen, berichtete die Dame gegenüber der Lokalzeitung "The Star". Doch der junge Mann habe sich geweigert und erwidert, er könne machen, was er will.

Das ließ sich Vasulka nicht gefallen und ließ sich kurzerhand in den Sitz fallen, auf dem der Pöbler seine Füße so gemütlich geparkt hatte. Was danach geschah, hielt ein Facebook-Nutzer mit dem Namen Jay Shylo auf Video fest. 

Erwartungsgemäß reagiert der Mann nicht begeistert. Zwischen den beiden Protagonisten entbrennt ein hitziges Wortgefecht. "Geh von mir runter", schreit er mehrmals und ergeht sich in vulgären Beleidigungen. "Ich will dir bloß erklären, dass deine Füße nicht dahin gehören", erwidert sie. Schließlich schubst er die Frau weg. "Du hast dich auf mich drauf gesetzt", ruft er beleidigt. Die Aufnahme bricht ab, als er wütend den Wagon verlässt.

Vasulka wird in Toronto zu lokalen Berühmtheit

Seit vergangenem Mittwoch kursiert die Aufnahme im Netz und machte Vasulka zu einer kleinen Berühmtheit. "Ich wollte mir in einem Kaffee eine heiße Schokolade kaufen und habe mich dort auf einmal selbst in den Nachrichten gesehen", erzählte sie dem "Star". "Oh mein Gott, was geschieht bloß?", habe sie nur gedacht.

Nun wird die 56-Jährige von vielen als Alltags-Heldin gefeiert, die sich gegen rücksichtsloses Verhalten in der Öffentlichkeit einsetzt. Doch es gibt auch Kritik. Sie hätte sich nicht auf die Füße des Mannes setzten dürfen, meinen einige. Doch Vasulka beteuert: "Ich saß nicht auf seinen Füßen, sondern davor!"

"In Toronto denken die jungen Leute, dass sie alles machen können, was sie wollen. Und die Menschen haben nicht die Zeit, sich mit ihnen auseinanderzusetzen, weil sie gerade unterwegs zur Arbeit oder Terminen sind", erklärte sie im Gespräch mit dem kanadischen "Star". "In kleinen Gemeinden nehmen sich die Leute hingegen Zeit, sich gegenseitig den richtigen Weg zu weisen. Ich glaube, dies muss auch in Toronto geschehen."

Knigge bei Tisch


ivi
Themen in diesem Artikel
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?