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Mitten in Paris: Polizisten schießen an Tour-de-France-Strecke auf ein Auto

Wenige Stunden vor der Ankunft der Tour de France in Paris hat ein Auto eine Absperrung durchbrochen. Polizisten gaben Schüsse ab. Die Insassen konnten flüchten. Nach ihnen wird gefahndet.

Die Polizei hat den Place de la Concorde in Paris abgeriegelt

Die Polizei hat den Place de la Concorde in Paris abgeriegelt

Vor der letzten Etappe bei der Tour de France ist es in zu einem Zwischenfall gekommen: Die französische Polizei hat auf ein Auto mit zwei Insassen gefeuert, die versuchten, Absperrungen am Place de la Concorde zu durchbrechen. Der Vorfall ereignete sich gegen 8 Uhr am Sonntagmorgen in der Nähe der amerikanischen Botschaft. Das berichten französische Medien und die "Daily Mail".

Nach Zeugenaussagen soll der Fahrer des Autos in einen Unfall verwickelt gewesen sein und dann versucht haben, durch die Absperrung zu fahren. Polizisten hätten versucht, das Fahrzeug aufzuhalten, um ihn zu kontrollieren. Als der Fahrer in ihre Richtung fuhr, hätten die Beamten sich bedroht gefühlt und Schüsse abgegeben. Damit konnten sie das Auto aber nicht stoppen.

Ein Sprecher der Polizeieinheit SGP sagte, die zwei Personen seien mit dem Auto geflohen. Beide sollen unverletzt sein. Auch die Polizisten wurden nicht verletzt. Die gesuchten Männer sollen nicht zurückgeschossen haben.

Nach Angaben der Polizei, war der Fahrer womöglich alkoholisiert. In Medien wurde berichtet, er habe ein anderes Fahrzeug gerammt. Das schreibt die Nachrichtenagentur Deutsche Presse-Agentur.

Seit dem Anschlag von Islamisten in Paris im Januar herrscht in der Stadt die höchste Sicherheitsstufe. Heute soll die 102. Frankreich-Rundfahrt offiziell in Paris enden. Der Rennleiter der Tour de France, Thierry Gouvenou, wusste nach eigenen Angaben nichts über den Vorfall. Er erwartete jedoch keine Auswirkungen auf das Rennen.

mka
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