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Unfallfahrer von Hamburg: Es hat schon früher gekracht

Der Verursacher des tödlichen Unfalls in Hamburg-Eppendorf soll bereits zuvor wegen epileptischer Anfälle zwei Unfälle verursacht haben. Das bestätigte sein Anwalt. Einer Vorladung bei der Polizei ist der 38-jährige Unfallfahrer bisher nicht gefolgt.

Der Verursacher eines Unfalls mit vier Todesopfern in Hamburg soll bereits zuvor zwei Autounfälle verursacht haben. Sein Anwalt Henry Schulitz berichtete dem "Hamburger Abendblatt" von Unfällen in den Jahren 2004 und 2008. Als Ursache gibt er epileptische Anfälle an.

Ein Facharzt habe dem Unfallfahrer danach aber ein Attest ausgestellt, wonach er dennoch weiter Auto fahren dürfe, hieß es weiter. Nach dem Unfall vor drei Wochen war bei dem 38-Jährigen neben einem Medikament gegen epileptische Anfälle auch der Cannabis-Wirkstoff THC im Blut nachgewiesen worden.

Der 38-Jährige sei bereits im Dezember 2004 von einer Landstraße abgekommen und habe einen Pfeiler gerammt, im November 2008 habe es sich um einen Auffahrunfall ohne Verletzte gehandelt, sagte Schulitz der Zeitung. Nach dem Unfall 2008 habe der 38-Jährige den Führerschein abgeben müssen. Dagegen habe er sich erfolgreich gewehrt und sogar eine Entschädigung erstritten.

Polizei und Staatsanwaltschaft wollten sich dazu nicht äußern. Der Vorladung der Polizei zu einer Befragung in dieser Woche ist der 38-Jährige nicht gefolgt. "Er ist nicht erschienen, sondern lässt sich anwaltlich vertreten", sagte Polizeisprecher Andreas Schöpflin. Bei dem Unfall im hamburger Stadtteil Eppendorf waren der Sozialwissenschaftler Günter Amendt, der Schauspieler Dietmar Mues, dessen Ehefrau sowie eine weitere Frau getötet worden.

cjf/DPA / DPA
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