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Unglücksursache noch unklar: Tonnenschwerer Felsbrocken begräbt Wohnhaus unter sich

Ein tonnenschwerer Felsbrocken ist in Oberbayern aus einer Felswand herausgebrochen und hat ein Einfamilienhaus unter sich begraben. Der 45 Jahre alte Vater und die 18-jährige Tochter konnten in der Nacht zum Dienstag nur noch tot aus den Trümmern des Gebäudes in Stein an der Traun geborgen werden.

Ein tonnenschwerer Felsbrocken ist in Oberbayern aus einer Felswand herausgebrochen und hat ein Einfamilienhaus unter sich begraben. Der 45 Jahre alte Vater und die 18-jährige Tochter konnten in der Nacht zum Dienstag nur noch tot aus den Trümmern des Gebäudes in Stein an der Traun geborgen werden. Die 45-jährige Mutter und der 16 Jahre alte Sohn seien schwer verletzt geborgen worden, teilte Polizeisprecher Konrad Rutzinger mit. Über die Art ihrer Verletzung könne er nichts sagen.

Zwei Wohnhäuser in nächster Nähe wurden aus Sicherheitsgründen geräumt. Rund 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk arbeiteten sich stundenlang mit Händen und Schaufeln zu den Verunglückten vor. Der Einsatz von schwerem Bergegerät sei nicht möglich gewesen, erklärte die Polizei.

Zur Klärung der Unglücksursache zog die Polizei einen Experten heran. Bei dem Fels handelt es sich nach Angaben des Geologen Andreas von Poschinger um ein recht festes Gestein. "Aber gerade in so felsartigem festen Gestein gibt es auch Klüfte, und diese Klüfte können zur Ablösung führen", sagte von Poschinger Reuters-TV. Das geschehe häufig bei Frost.

Reuters / Reuters
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