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US-Autobahn: Geisterfahrerin verursacht Unfall mit acht Toten

Den Polizisten und Rettungskräften bot sich am Unfallort ein Bild des Grauens: Eine Geisterfahrerin ist auf einer Schnellstraße bei New York frontal in ein anderes Fahrzeug gerast. In den beiden Wagen saßen insgesamt neun Menschen, darunter vier Mädchen und ein kleiner Junge - der als einziger überlebte.

Eine Geisterfahrerin hat auf einer Schnellstraße nahe New York einen Frontalzusammenstoß verursacht, bei dem vier kleine Mädchen und vier weitere Menschen ums Leben kamen. Die 36-Jährige steuerte einen Kleinbus mit fünf Kindern auf der falschen Fahrbahnseite, wie die Polizei in Briarcliff Manor mitteilte. Die Frau wurde getötet, ein Kind im Wagen wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht. Die getöteten Mädchen im Alter von zwei, fünf, sieben und neun Jahren waren Cousinen. Der fünfjährige Sohn der Fahrerin überlebte schwer verletzt.

Der Van stieß am Sonntag mit einem entgegenkommenden Geländewagen zusammen, in dem ein 81-Jähriger sowie dessen Sohn, 49, und Tochter, 64, ums Leben kamen. Nach der Kollision stürzte der Kleinbus eine Böschung hinab und ging in Flammen auf. Bei der Fahrerin handelt es sich laut Polizei um die Mutter des verletzten Jungen und eines der getöteten Kinder. Die anderen drei Mädchen waren ihre Nichten. Die Familie stammte aus Long Island.

In den Unfall wurde noch ein weiteres Fahrzeug verwickelt, die beiden Insassen erlitten leichte Verletzungen. Eine Augenzeugin, die den Unfall im Rückspiegel beobachtete, sagte: "Eine Auto fuhr in die eine Richtung, das andere in die andere, beide flogen in die Luft. Ich habe geweint. Ich habe gezittert." Ihr Bruder, der in einem anderen Wagen unterwegs war, sagte, er habe Qualm gesehen, und der Verkehr sei zum Erliegen gekommen. "Die Leute sind ausgestiegen und haben gerufen: 'Wir brauchen Hilfe! Wir brauchen Hilfe!' Alle haben gesagt: 'Da sind Kinder im Auto'."

Wie die Frau auf die falsche Fahrbahn geraten konnte, blieb für die Behörden auch am Montag ein Rätsel. "Ich bin seit 24 Jahren bei der Polizei und habe noch nie einen so schrecklichen Unfall untersuchen müssen", zitiert der Fernsehsender "Sky News" den New Yorker Polizisten Joseph Becerra.

Es war bereits der zweite Unfall auf der Schnellstraße Taconic State Parkway binnen weniger Stunden, in den ein Geisterfahrer verwickelt war. Zuvor waren rund 30 Kilometer entfernt beim Zusammenstoß zweier Fahrzeuge fünf Menschen verletzt worden, wie die Polizei mitteilte. Briarcliff Manor liegt rund 55 Kilometer nordwestlich von New York.

AP/DPA / AP / DPA