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USA Frau wird bei Hundespaziergang von Bärenfamilie getötet – Behörden erlegen die Tiere

Schwarzbären gelten als scheu gegenüber Menschen. Vereinzelt kommt es jedoch zu Angriffen, von denen manche tödlich enden.
Schwarzbären gelten als scheu gegenüber Menschen. Vereinzelt kommt es jedoch zu Angriffen, von denen manche tödlich enden.
© Toby Talbot / Picture Alliance
Im US-Bundesstaat Colorado ist eine 39-Jährige von Bären angegriffen und getötet worden. Behörden fanden Leichenteile in den Mägen der Tiere.

Eine Bärenmutter mit zwei Jungen hat im US-Bundesstaat Colorado eine Spaziergängerin angegriffen und getötet. Das teilt die zuständige Behörde Colorado Parks and Wildlife mit.

Demnach war die 39-Jährige am Freitagmorgen mit ihren beiden Hunden zu einem Spaziergang in der ländlichen Gegend aufgebrochen. Als ihr Freund abends nach Hause gekommen sei, hätten die Hunde vor seiner Haustür gesessen, von seiner Freundin aber hätte jede Spur gefehlt. Nach kurzer Suche habe er die Leiche der Frau unweit seines Hauses gefunden und die Behörden alarmiert.

Die hinzugerufenen Beamten stellten der Meldung zufolge "offensichtliche Fressspuren" an der Leiche fest und stießen unweit des Fundorts auf eine Bärenmutter mit ihren zwei Jungen. Man entschloss sich demnach dazu, die Tiere zu töten. In den Mägen der Mutter und eines der Jungtiere habe man menschliche Überreste gefunden. 

Bär ohne Furcht vor Menschen gefährlich

Die Entscheidung, Tiere zu töten, mache man sich niemals leicht, heißt es in der Erklärung. "Wenn ein Bär Menschen verletzt oder frisst, werden wir es niemals riskieren, dass er das nochmal machen kann." Die Tiere seien "human" getötet worden. "Bären werden zu einer Futterquelle immer und immer wieder zurückkehren. Ein Bär, der seine Furcht vor Menschen verloren hat, ist ein gefährliches Tier. Diese Mutter brachte ihren Kindern bei, dass Menschen eine Futterquelle sind und nichts, was man fürchten und meiden sollte", so die Erklärung weiter.

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In Colorado leben geschätzt rund 20.000 Bären. Die Tiere gelten Menschen gegenüber als scheu, dennoch kommt es von Zeit zu Zeit zu Angriffen. Den letzten tödlichen Angriff gab es der "New York Times" zufolge dort 2009. Damals hatte eine 74-Jährige illegalerweise Bären von ihrem Garten aus gefüttert, bevor es zu der Attacke kam. In den vergangenen 50 Jahren sind demnach noch zwei weitere tödliche Attacken bekannt: 1971 wurde ein 31-Jähriger Camper in seinem Zelt von einem Bären angegriffen und getötet, 1993 ereilte einen Mann in einem Wohnmobil ein ähnliches Schicksal. Letzterer hatte sich sogar noch mit einer Schrotflinte zu verteidigen versucht und dem Bären in den Rumpf geschossen. Dennoch tötete ihn das Tier.

Quellen:  Colorado Parks and Wildlife / "New York Times"

fin

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