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Verschwörungstheorie: Warum Obama an "Sandy" schuld ist

Manche Menschen verarbeiten Unglücke besser, wenn sie einen Schuldigen präsentieren können. Doch was, wenn es sich um eine Naturkatastrophe handelt?

Eine Verschwörungsglosse von Carsten Heidböhmer

Hinter den Anschlägen von 9/11 steht die CIA, die Regierung ist von Freimaurern unterwandert und die Mondlandung hat es natürlich nie gegeben: willkommen in der Welt der Verschwörungstheoretiker. Es gibt kaum ein Ereignis, für das es keine alternative Deutung gibt, welche die offizielle Darstellung anzweifelt, dafür aber Geheimbünde, das Judentum oder Außerirdische hinter den Geschehnissen vermutet.

Besonders bei Katastrophen und Unglücken scheint das Bedürfnis groß zu sein, einen Schuldigen zu präsentieren. Doch während hinter Anschlägen wie 9/11 tatsächlich Täter stehen, die für die passende Verschwörungstheorie einfach ausgetauscht werden können (statt al Kaida ist dann die CIA verantwortlich), gibt es bei Naturkatastrophen gar keine Personen, die man haftbar machen kann. Sollte man meinen.

Die transzendentale Bande

Doch ist man nur verblendet genug, ist auch das kein wirkliches Hindernis. Man muss einfach über die transzendentale Bande spielen. Wenn einen also bestimmte Dinge oder Menschengruppen hier auf Erden stören, behauptet man einfach, der alte Mann da oben sähe das genauso - und würde mit den Menschen zürnen.

Das ist kinderleicht umzusetzen. Sie ärgern sich zum Beispiel, dass Ihr Nachbar immer seine Unterwäsche draußen aufhängt? Machen Sie ihn einfach für den nächsten Regenschauer verantwortlich - weil Gott eben keine Unterhosen im Vorgarten Edens mag.

Obama und die Homosexuellen

Wenn es nur genügend Menschen gibt, die solche Gedanken glauben, können solche Verschwörungstheorien große Wucht entwickeln. Der christliche Prediger John McTernan etwa verfügt über eine große Leserschaft. Rund 3500 Menschen folgen seinem Blog auf Facebook, seine Seite verzeichnet 300.000 Besucher. Der Kaplan ist sich ganz sicher, wer für die Verwüstungen in Haft zu nehmen ist, die Hurrikan "Sandy" anrichtet: US-Präsident Obama. Wegen seiner toleranten Haltung Schwulen gegenüber. "Wenn eine Nation Sünde legalisiert (...), fällt sie unter das Urteil Gottes. Gott zerstört eine Nation nicht sofort, sondern warnt sie zunächst." Und "Sandy" sei genau diese Warnung.

Doch warum kommt der Hurrikan gerade jetzt? Auch dafür hat der Fundamentalist eine Erklärung: Auf den Tag genau vor 21 Jahren habe es den letzten großen Sturm gegeben, im Oktober 1991. 21 setzt sich zusammen aus 3 mal 7. Und die 3 sei eine besondere Zahl im Zusammenhang mit Gott.

Von Obamas Widersacher Mitt Romney erwartet McTernan offenbar keine Besserung: Der Mormone sei ebenfalls "pro-homosexual". Den armen Amerikanern bleibt also nichts anderes übrig, als darauf zu hoffen, dass eine stramme Rechtsauslegerin wie Sarah Palin an die Macht kommt. Nur so lässt sich verhindern, dass die USA in noch einmal 21 Jahren, das ist dann 2033, erneut von einem Unglück heimgesucht werden.

Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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