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Vor philippinischer Küste Mindestens drei Menschen sterben bei Fährunglück


Auf stürmischer See verunglückt vor den Philippinen eine Passagierfähre mit zahlreichen Menschen an Bord. Mindestens drei sterben. Die Suche nach Überlebenden dauert an.

Bei einem Fährunglück vor den Philippinen sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen, drei weitere Menschen werden noch vermisst. Die 30 Jahre alte Passagierfähre "Maharlika II" war am Samstagabend bei rauer See vor der östlichen Provinz Leyte gesunken. Sie befand sich auf dem Weg von Surigao City nach Liloan als die Maschine ausfiel.

Wie die Behörden am Sonntag mitteilten, wurden 110 Passagiere oder Crew-Mitglieder vor dem Ertrinken gerettet. "Die Such- und Rettungsaktionen dauern weiter an", sagte Provinzgouverneur Roger Mercado. Obwohl nur 84 Namen registriert gewesen waren, hätten sich mehr als 100 Menschen an Bord befunden. Die Differenz erklärt sich womöglich daraus, dass in den Philippinen häufig Mitfahrer auf die Fähren springen, ohne sich anzumelden.

Sturm behindert Rettungsaktion

Der Taifun "Kalmaegi", der sich derzeit den nördlichen Philippinen nähert, hatte offenbar zu dem Unglück beigetragen. Die Fähre habe Probleme mit dem Steuer gemeldet und sei vom Sturm hin und her geworfen worden, sagte eine Behördensprecherin. Der Rettungseinsatz der Küstenwache, an dem sich zahlreiche Schiffe privater Firmen beteiligten, wurde durch hohe Wellen behindert. Die Bergungskräfte hatten die ersten Passagiere aufgenommen, als die Fähre voll Wasser lief und schließlich unterging.

Für das Archipel der Philippinen mit seinen tausenden Inseln sind die oft überladenen Fähren eines der wichtigsten Verkehrsmittel. Bei zahlreichen Unglücken in den vergangenen Jahren ertranken hunderte Menschen. Auch das schlimmste Schiffsunglück in Friedenszeiten ereignete sich auf den Philippinen: Im Jahr 1987 kamen bei der Kollision der Fähre "Dona Paz" mit einem Öltanker mehr als 4300 Menschen ums Leben.

kgi/DPA/AFP DPA

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