VG-Wort Pixel

Neue Studie So gefährlich ist Plastik für Meeresschildkröten

Plastik stellt für Meeresschildkröten eine Bedrohung dar. Einer neuen Studie zufolge erhöht sich die Sterbewahrscheinlichkeit der Meeresreptilien bei vierzehn Stücken Plastik im Magen um 50 Prozent. Die Forscher untersuchten dafür die Obduktionsergebnisse von 300 Schildkröten.


Damit widerspricht das Ergebnis einer anderen Untersuchung: Im vergangenen Jahr hatte eine Studie mit 55 verendeten Schildkröten ergeben: Auch große Mengen von Plastikmüll hätten nur wenig Einfluss auf die Gesundheit der Tiere
Biologin Jennifer Lynch, die die ältere Studie durchfürhte, erklärt die Unterschiede so:  „Jede Studie hat eine bestimmte Art der Ausrichtung. Ich habe mich in meiner Studie auf Schildkröten konzentriert, die gesund waren und gealtert sind, bis sie an den Haken der Langleinenfischerei ertrunken sind. Die aktuelle Studie bezieht sich auf Schildkröten, die gestorben und gestrandet sind.  Für den Tod dieser Schildkröten gibt es viele, auch unbekannte Ursachen“ Schildkröten gehören zu den ersten Tierarten, bei denen Plastik in den Mägen gefunden wurde. Quallen bilden die Nahrungsgrundlage für Meeresschildkröten. Die Tiere können im Wasser treibendes Plastik nicht von den Nesseltieren unterscheiden. Vor allem in den Mägen von Jungtieren landet der aktuellen Studie zufolge viel Müll. 2015 schätzten Biologen, dass mehr als die Hälfte aller Schildkröten weltweit bereits Müll zu sich genommen hätten.Nicht nur für Meeresschildkröten ist die Verschmutzung der Meere durch Plastik eine Bedrohung. 267 Arten wurden bereits 2008 durch den Müll bedroht. Darunter viele Seevögel, Meeressäuger und Fische.
Mehr
Plastik stellt für Meeresschildkröten eine Bedrohung dar. Schon wenige Stücke im Magen der Reptilien erhöhen deren Sterbewahrscheinlichkeit. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie, die damit einer bisherigen Untersuchungen widerspricht.

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker