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USA 10-Jähriger erschießt seine Mutter, weil sie ihm keine VR-Brille kauft

Wisconsin: Kind erschiesst Mutter, weil sie ihm keine VR-Brille kauft
Da ihm seine Mutter nicht erlaubt haben soll, ein Virtual-Reality-Headset zu kaufen, soll der Zehnjährige durchgedreht sein (Symbolbild)
© Getty Images
In der US-amerikanischen Stadt Milwaukee ist ein Kind wegen Mordes angeklagt. Es soll seiner Mutter in den Kopf geschossen haben, als diese sich weigerte, ihm einen Wunsch zu erfüllen.

In Wisconsin steht ein 10-jähriger Junge vor Gericht, weil er seine Mutter erschossen haben soll. Der mutmaßliche Grund für den Mord: Er sei sauer gewesen, dass sie ihm nicht erlaubte, ein Virtual-Reality-Headset bei Amazon zu kaufen. 

Die Tat ereignete sich bereits am 21. November in der Stadt Milwaukee. Mit seinem Wunsch fackelte der Junge daraufhin nicht lange: Schon am Folgetag kaufte der Junge eine VR-Brille – mit dem Amazon-Konto seiner Mutter.

Kind in Wisconsin drohen bis zu sechs Jahre Haft

Den Ermittlern erzählte der Junge zunächst, dass es sich bei dem tödlichen Schuss um einen Unfall gehandelt habe. Nachdem seine Mutter ihn morgens geweckt hatte, habe er selbst die Waffe aus dem Schlafzimmer der Mutter geholt und sei damit zu ihr in den Keller gegangen. Bei einer Art spielerischem Um-den-Finger-rollen-lassen der Waffe sei diese "aus Versehen“ losgegangen, wie NBC aus den Ermittlungsunterlagen zitiert.

Später gab er jedoch zu, dass "seine Mutter ihm nicht erlauben würde, etwas von Amazon zu haben, das er haben wollte" und er deswegen die Waffe holte, weil er sauer auf sie war. Den bewussten Mord stritt er jedoch weiterhin ab: Eigentlich wollte er nur "auf die Wand" schießen, um sie zu "erschrecken". Laut der von NBC zitierten Ermittlungsunterlagen habe er jedoch zumindest gewusst, "dass Waffen gefährlich sind und Menschen töten können."

Nachdem er im Anschluss an die Tat bei seiner Großmutter für die Tötung seiner Mutter um Entschuldigung gebeten habe, soll er diese noch gefragt haben "ob sein Amazon-Paket angekommen sei."

USA: 10-Jähriger erschießt seine Mutter, weil sie ihm keine VR-Brille kauft

Bei einer Verurteilung drohen ihm nach US-Recht bis zu sechs Jahre Haft. In Deutschland wäre eine solche Tat zum einen wegen der selteneren Verfügbarkeit von Waffen eher unwahrscheinlich. Zum anderen gelten Kinder als strafunmündig. Ein Prozess unter diesen Voraussetzungen wäre demnach nicht möglich.

Quelle:  NBC

km

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