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Wohnungsbrand in Langenfeld: Polizei verdächtigt toten Vater

Schon früh hatte die Polizei ein Fremdverschulden vermutet: Nach dem Wohnungsbrand in Nordrhein-Westfalen, bei dem am Morgen ein Ehepaar und seine beiden Kinder starben, haben die Ermittler jetzt den Familienvater im Visier. Es soll einen Abschiedsbrief geben.

Der verheerende Brand bei dem eine Familie im nordrhein-westfälischen Langenfeld starb, ist möglicherweise vom Vater selbst ausgelöst worden. Ein erster Tatverdacht richte sich gegen den 34-Jährigen, der unter den Toten ist, teilte die Polizei in Mettmann mit. Bei dem Feuer waren am Freitag außer ihm die 33-jährige Mutter, ein fünf Jahre alter Junge und ein neun Monate altes Mädchen ums Leben gekommen.

Nach ersten Erkenntnissen hat der Vater zunächst sie Ehefrau und die beiden Kinder getötet und dann die Wohnung in Brand gesteckt. Er selbst wurde dann ein Opfer der Flammen. Der Mann hinterließ einen Abschiedsbrief im Internet.

Die Polizei hatte schon früh ein Fremdverschulden nicht ausgeschlossen. Deshalb ermitteln eine Mordkommission und die Staatsanwaltschaft Düsseldorf. "Es sind für uns Spuren erkennbar, die darauf hindeuten, dass das kein normales Brandgeschehen war", hatte ein Polizeisprecher kurz nach dem Brand gesagt.

Flammen konnten schnell gelöscht werden

Das Feuer war am Freitag im zweiten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses ausgebrochen. Die Brandmeldung sei um 6.52 Uhr eingegangen, berichtete die Polizei. Die Feuerwehr habe die Flammen in der stark verrauchten Wohnung schnell löschen können. Dort seien dann die Toten gefunden worden.

Weiteren Aufschluss über den Hergang der Familientragödie sollten weitere rechtsmedizinische Untersuchungen der Leichen bringen. Der Inhalt des hinterlassenen Abschiedsbriefs bestätige bestätige jedoch die ersten Ermittlungs- und Obduktionsergebnisse, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei mit. Nähere Angaben machten die Ermittler nicht.

Feuerwehr musste bereits im Oktober einmal anrücken

Wie die "Rheinischen Post" in ihrer Online-Ausgabe berichtete, war dieselbe Familie erst im Oktober 2011 knapp einem Brand in ihrer Wohnung entkommen. Das Feuer damals sei in einem Vorratsraum entstanden. Seinerzeit habe sich die Familie auf einen Balkon an der Rückseite des Hauses retten können.

Erst in der vergangenen Woche waren bei einem Feuer in einem Einfamilienhaus in Aachen drei Kinder gestorben. Die kleinen Jungen im Alter von zwei bis fünf Jahren hatten nach Ermittlungen von Sachverständigen wohl im Kinderzimmer unter dem Dach gezündelt.

mad/DPA / DPA