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World Press Photo Awards 2021 Meisterwerke der Pressefotografie – klicken Sie sich durch die Online-Ausstellung

Die erste Umarmung seit fünf Monaten durch einen Plastikvorhang
World Press Foto des Jahres. Die 85-jährige Rosa Luzia Lunardi wird von der Krankenschwester Adriana Silva da Costa Souza umarmt - die erste Umarmung, die sie seit fünf Monaten erhält. Möglich ist das nur durch einen Umarmungsvorhang, um eine Ansteckung zu verhindern.
© Mads Nissen / World Press Photo / DPA
Der jährliche World Press Photo Award ist der weltweit größte Wettbewerb für Pressefotografie. Dieses Jahr findet die Ausstellung erstmals online statt. Die wichtigsten Infos im Überblick.

Manche Bilder machen uns fassungslos. Sie berühren uns und gehen unter die Haut. Das Bild "The First Embrace" ("Die erste Umarmung") des dänischen Fotografen Mads Nissen ist so eines. Das Weltpressefoto des Jahres 2021 zeigt die 85-Jährige Rosa Luzia Lunardi, wie sie in der Coronakrise von der Krankenschwester Adriana Silva da Costa Souza in einem Pflegeheim in São Paulo umarmt wird.

Der seit 1955 jährlich stattfindende "World Press Photo Award" ist der weltweit größte und international anerkannteste Wettbewerb für Pressefotografie. Seit 27 Jahren wird er vom stern unterstützt. Dafür öffnet der Gruner + Jahr Verlag den Besucher:innen der Fotoausstellung jedes Jahr seine Pforten. 2020 musste die Ausstellung jedoch coronabedingt ausfallen. In diesem Jahr findet die Präsentation der preisgekrönten Fotos daher zum ersten Mal in digitaler Form statt.

Hier können Sie die Online-Ausstellung besuchen.

Fast 75.000 Fotos eingereicht

In diesem Jahr wurden insgesamt 74.470 Bilder von mehr als 4300 Fotografinnen und Fotografen aus 130 Ländern eingereicht. Eine unabhängige 28-köpfige Jury wählte die besten Fotos und Foto-Reportagen in acht Kategorien aus: Contemporary Issues, General News, Environment, Long-Term Projects, Nature, Spot News, Sports und Portraits.

In einem beispiellosen Jahr, das von der Corona-Pandemie und Protesten für soziale Gerechtigkeit auf der ganzen Welt geprägt war, zeigen die Gewinner eine Vielfalt von Perspektiven zu diesen und anderen dringenden Fragen, wie der Klimakrise, den Rechten von Transgender-Menschen und Territorialkonflikten.

So wurde neben dem Dänen Mads Nissen auch der Italiener Antonio Faccilongo ausgezeichnet. Er gewann in der Kategorie Photo Story den ersten Preis für seine "Habibi"-Serie über die Folgen des Israelkonflikts für palästinensische Paare.

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