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Kein Sommer im Norden: Kurze Wetterberuhigung nach heftigen Gewittern

Am Wochenende zogen heftige Gewitter über das Land, richtig leiden mussten darunter auch die Besucher des Melt-Festivals. Zum Wochenbeginn beruhigt sich das Wetter wieder. In der Mitte und im Süden halten sich die hochsommerlichen Temperaturen.

Unwetter beim Melt-Festival: Besucher halten ihren Pavillon fest

Besucher des Melt-Festivals halten während des Unwetters ihren Pavillon fest

Kräftige Gewitter sind am Wochenende über Teile Deutschlands gefegt. Im hessischen Wöllstadt wurde ein 64-Jähriger am Sonntagmorgen beim Ausführen seines Hundes vom Blitz erschlagen. Umgestürzte Bäume auf der Oberleitung behinderten unter anderem bei Delitzsch in Sachsen und Bad Kleinen in Mecklenburg-Vorpommern am Wochenende den Bahnverkehr. Ein Unwetter zog am Samstag auch über das Musikfestival "Melt!" mit 20.000 Menschen in Sachsen-Anhalt. Das Fest habe aber weitergehen können, berichtete die Polizei. In Sachsen fielen Hagelkörner, die teils mehrere Zentimeter dick waren.

Am Montag soll sich das Wetter in Deutschland zunächst beruhigen. In der Mitte und im Süden bleibt es weiterhin hochsommerlich warm, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach berichtete.

Meteorologisches Nord-Süd-Gefälle

Im Norden ist es am Montag stark bewölkt mit einzelnen Schauern. In der Mitte kann es ebenfalls vereinzelt Schauer geben, zeitweise scheint dort aber auch die Sonne. Am meisten Sonne gibt es im Osten und im Süden. Vor allem im äußersten Südosten kann es noch kräftig gewittern. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 18 und 24 Grad im Norden sowie zwischen 24 und 30 Grad in der Mitte und im Süden. Am Ober- und Hochrhein örtlich sogar bei 32 Grad. 

Auch am Dienstag und Mittwoch wird es gebietsweise Schauer und Gewitter geben, die schon wieder kräftiger ausfallen können. Die Temperaturen steigen: Südlich einer Linie von der Lausitz bis zum Niederrhein wird es über 25 Grad warm. Am Ober- und Hochrhein sowie im Neckartal werden 30 bis 32 Grad erreicht, örtlich bis 34 Grad. In der zweiten Wochenhälfte wird es dann voraussichtlich etwas kühler bei angenehmen Werten: "Grob gesagt zwischen 20 Grad im Norden und 27/28 Grad im Süden", prognostizierte Meteorologe Stefan Bach.

tim/DPA
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