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Winterchaos Bahn rät von Bahn fahren ab

Reisende haben es dieser Tage wahrlich nicht leicht: Das Auto sollte man stehen lassen, die Fluglinen raten zur Deutschen Bahn und ausgerechnet die sagt nun ihren Kunden, sie mögen heute besser auf den Zug verzichten.

Die Bahn rät Reisenden, auf Zugfahrten am Sonntagnachmittag zu verzichten. Wegen des Schneechaos sei mit überfüllten Zügen, Verspätungen und Ausfällen zu rechnen, teilte der Konzern am Sonntag in Berlin mit. Die Zugfahrten sollten daher auf "weniger nachgefragte Zeiten" verschoben werden. Fahrgäste, die ihre Fahrt bis Weihnachten nicht antreten wollen, können die Tickets den Angaben zufolge kostenfrei umtauschen oder sich das Geld erstatten lassen. Sonntags seien die Züge ohnehin voll, hinzu kämen die Reisenden, die wegen gestrichener Inlandsflüge auf die Bahn umsteigen müssten, sowie Zugausfälle aufgrund von Schnee und Eis. Insbesondere auf den Strecken zwischen Hamburg und München, Berlin und dem Ruhrgebiet sowie von Köln nach München müsse mit Behinderungen gerechnet werden.

Der Flughafen in München hat nach zahlreichen Annullierungen in den vergangenen weiterhin mit dem Schnee zu kämpfen. Wegen der Räumungsarbeiten war der Betrieb bereits am Sonntagmorgen eingeschränkt, wie ein Sprecher des Flughafens erklärte. Rund 50 Flüge wurden gestrichen. In Hamburg fielen 40 Flüge aus. Im Laufe des Tages werden noch mehr Ausfälle erwartet, sagte eine Sprecherin des Flughafens. Vor allem die Flüge aus und zu den verschneiten Flughäfen von London, Paris, Amsterdam und Frankfurt wurden gestrichen.

Wie die Bahn weiter mitteilte, gilt zudem ein niedrigeres Tempolimit für die Züge. Dadurch solle verhindert werden, dass von der Wagenunterseite herabfallende Eisklumpen Schottersteine hochwirbeln und dabei schwere Schäden an den Fahrzeugen verursachen. Die Vorsichtsmaßnahme habe aber "teilweise erhebliche Verspätungen und einige Ausfälle" zur Folge.

Die Aussichten für eine Besserung der Wetterlage sind derweil ungünstig. Der Deutsche Wetterdienst in Offenbach warnte am Sonntag vor starkem Schneefall mit Schneeverwehungen in Teilen Nordrhein-Westfalens, Hessens und Rheinland-Pfalz. Die aktuelle Prognose lautet: "Von Westen erneut aufkommender Schneefall mit Schneeverwehungen. Kalt."

DPA, AFP, hlue DPA

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