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"Discovery": Starttermin erneut geplatzt

Die fieberhafte Suche nach dem Grund der jüngsten "Discovery"-Panne wird für die Nasa zu einem Rennen gegen die Zeit. Der vorgesehene Start am Sonntag musste erneut verschoben werden.

Die US-Weltraumfähre "Discovery" wird frühestens am nächsten Freitag starten. Zwölf Spezialteams, die von der US-Weltraumbehörde NASA aus dem ganzen Land zum Weltraumbahnhof Cape Canaveral (Florida) gerufen wurden, suchten auch am Samstag fieberhaft nach Defekten. Die Fehlanzeige eines Sensors für den Wasserstoff in dem fast 50 Meter hohen Außentank hatte am Mittwoch zum Abbruch der Startvorbereitungen geführt.

Wenn die technischen Probleme beseitigt seien, brauche es noch vier Tage, um wieder starten zu können, erklärte die NASA. Bis zum Samstagvormittag hatten die Spezialisten nicht einmal die genaue Fehlerursache ausmachen können. "Die einfachen Dinge, die wir versucht haben, brachten leider keine Lösung der Probleme", sagte der stellvertretende Manager des Shuttle-Programms, Wayne Hale.

"Discovery" bleibt an der Abschussrampe

Dennoch blieb die Raumfähre an der Startrampe, so dass ein Starttermin noch im Juli möglich wäre. Müsste die "Discovery" in die etwa fünf Kilometer entfernte Montagehalle gebracht werden, sei ein Start kaum vor September machbar, hieß es. Die sieben Astronauten befanden sich am Wochenende den Angaben zufolge auf dem NASA- Stützpunkt in Florida.

Mechaniker untersuchen vor allem Triebwerke und Verkabelungen. Zu den technischen Problemen kamen am Wochenende verstärkt Wettersorgen hinzu. Für Sonntag und die nächste Woche wurde am Weltraumbahnhof mit Gewittern und Regen gerechnet. Hurrikan "Emily" zieht nach bisherigen Prognosen allerdings weiter westlich durch die Karibik.

Tageslicht bringt mehr Sicherheit

Die "Discovery" kann nur noch bis zum 31. Juli bei Tageslicht starten, eine Auflage, die die NASA nach dem Absturz der Raumfähre "Columbia" im Februar 2003 machte. Die nächste Startmöglichkeit wäre dann zwischen dem 9. und 24. September. Die NASA will nur bei Tageslicht starten, um die Raumfähre dabei von allen Seiten mit mehr als 100 Kameras zu filmen und zu fotografieren. Damit sollen etwaige Schäden an der Fähre sofort aufgedeckt werden. Die "Columbia" war abgestürzt, weil beim Start ein Tragflügel beschädigt worden war.

DPA / DPA