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"Grail"-Mission Nasa schießt Raumsonden zum Mond


Ihr Start hatte sich immer wieder verzögert, am Samstag nun hat die Nasa die Raumsonden "Grail"-A und -B in Richtung Mond geschickt. Die beiden Forschungssatelliten sollen den Erdtrabanten neun Monate lang erkunden.

Nach tagelangen Verzögerungen sind die beiden US-Raumsonden "Grail"-A und -B zu ihrer neunmonatigen Erkundungsreise um den Mond gestartet. Die Zwillingssonden hoben am Samstag mit rund halbstündiger Verspätung vom Weltraumbahnhof der Air Force in Cape Canaveral (Florida) an Bord einer Delta-Trägerrakete ab, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte. "Grail"-A und -B (Gravity Recovery and Interior Laboratory) sollen Aufschluss über das Innere des Erdtrabanten geben. Zuvor musste der Start zweimal wegen schlechten Wetters verschoben werden.

Die Sonden, die jeweils so groß wie eine Waschmaschine sind, sollen das Schwerefeld des Mondes auf winzige Schwankungen vermessen. Daraus können Forscher Rückschlüsse auf die Strukturen im Mondinneren ziehen - von der Kruste bis zum Kern. Auf diese Weise soll die Mission verstehen helfen, wie der Erdtrabant, unser Planet sowie andere Gesteinsplaneten entstanden sind. Die 456 Millionen Dollar (363 Millionen Euro) teure Expedition wird vom Jet Propulsion Laboratory der Nasa geleitet.

Die Sonden richtig zu positionieren, erfordere sehr komplizierte Manöver, die so bei einer Erkundungsmission außerhalb der Erde bislang noch nie geflogen worden seien, betonte die Nasa. Die Zwillingssonden fliegen dazu nach dem Start auf getrennten Bahnen zum Erdtrabanten, den sie nach drei bis vier Monaten erreichen sollen. Die anschließende Annäherung ihrer Umlaufbahnen dauert noch einmal rund zwei Monate, bis sie in einer Tandemformation um den Mond kreisen. Dann erst beginnt die 82 Tage lange Messphase.

be/DPA DPA

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