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Berühmter Astrophysiker: Stephen Hawking bleibt vorerst im Krankenhaus

Der britische Astrophysiker Stephen Hawking bleibt noch in der Klinik. "Wir erwarten, dass er sich wieder vollkommen erholt", sagt ein Sprecher der Uni Cambridge. Medienberichten zufolge ist die Einweisung Hawkings ins Krankenhaus keine Routine, sondern ein erster Vorgang.

Der gelähmte britische Astrophysiker Stephen Hawking befindet sich nach seiner Aufnahme ins Krankenhaus nach Angaben der Universität Cambridge in einem stabilen Zustand. Zur Überwachung bleibt der 67-Jährige zunächst im Krankenhaus, sagte ein Sprecher der Uni am Dienstag. Hawking war mit einer Entzündung der Atemwege am Vortag mit einem Krankenwagen in die Addenbrooke-Klinik gefahren worden, um sich mehreren Tests zu unterziehen.

Medien zitierten am Dienstag Universitätsangehörige, wonach Hawkings Einweisung ins Krankenhaus kein Routine- sondern ein ernster Vorgang sei. Ein Sprecher der Hochschule hatte den 67-Jährigen am Montagabend als "sehr krank" bezeichnet. Während seiner Zeit in der Klinik wachten Tochter Lucy (38) und seine erste Frau Jane (65) den Berichten zufolge an Hawkings Bett.

Der Wissenschaftler ist seit Jahren nahezu gelähmt und kann seit einem Luftröhrenschnitt 1985 nur noch mit einem Sprachcomputer kommunizieren. Er leidet seit seinem 21. Lebensjahr an der unheilbaren degenerativen Krankheit ALS (Amyotrophe Lateralsklerose), machte aber trotzdem eine außergewöhnliche wissenschaftliche Karriere. Er wurde berühmt mit Arbeiten über Schwarze Löcher. Ein breiteres Publikum kennt ihn wegen seines 1988 erschienenen populärwissenschaftlichen Buchs "Eine kurze Geschichte der Zeit". Im vergangenen Jahr kündigte er seinen Rücktritt vom Lucasischen Lehrstuhl für Mathematik an der Universität Cambridge an, dem Lehrstuhl, den einst auch Isaac Newton innehatte.

DPA/AP / AP / DPA