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Nachthimmel: Wenn Mars und Mond sich treffen

In den kommenden Nächten übertrifft der Mars die Sterne und alle anderen Planeten an Helligkeit. Die Weltraumbehörde Nasa nutzte die günstige Position des roten Planeten zur Erde, um ein besonders schönes Foto zu schießen.

Planet Mars ist der Erde derzeit sehr nah und erscheint daher besonders hell am Abendhimmel. "Er ist hoch im Südosten zu sehen und übertrifft alle anderen Planeten und Sterne deutlich an Helligkeit", sagte Professor Hans-Ulrich Keller vom Planetarium Stuttgart. Der Nachbarplanet ist auf seiner elliptischen Bahn derzeit 88 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Diese Nähe hat die US-Weltraumagentur Nasa genutzt und mit dem Weltraumteleskop Hubble ein detailreiches Bild aufgenommen.

Erde und Mars kommen sich auf ihren elliptischen Umlaufbahnen um die Sonne alle 26 Monate nahe. Am nächsten waren sie sich dabei in jüngster Zeit im Jahr 2003 mit 56 Millionen Kilometern Entfernung. Derzeit wird der Abstand bei jeder Begegnung etwas größer. Erst 2287 wird Mars uns noch ein wenig näher stehen als 2003.

In der Nacht vom 23. auf den 24. Dezember 2007 zieht der Vollmond knapp an Mars vorbei. Im Norden und Osten Deutschlands - etwa dem Bereich Hamburg, Hannover, Berlin, Dresden und Leipzig - wird der Mars laut Keller für rund eine halbe Stunde vom Südrand des Mondes bedeckt. In südlicheren Bereichen - in Richtung Düsseldorf, Frankfurt am Main, München und Stuttgart - schrammt der Mond ganz knapp nördlich am Mars vorbei. Die engste Begegnung - oder Bedeckung - gibt es je nach Position des Beobachters zwischen 4.40 Uhr und 5.10 Uhr am Morgen des 24. Dezembers.

DPA / DPA
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