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Planeten-Debatte: Demo für Pluto

"Größe spielt keine Rolle" - unter diesem Motto sind in den USA Anhänger des Zwergplaneten Pluto auf die Straße gegangen. Sie protestierten gegen die Aberkennung des Planetenstatus Plutos.

Angeführt vom Sohn und der Witwe des Pluto-Entdeckers haben Studenten und Wissenschaftler im US-Staat New Mexico gegen die Degradierung des ehemaligen Planeten demonstriert. Unter dem Motto "Größe spielt keine Rolle" und "Protest für Pluto" versammelten sie sich auf dem Campus der Universität Las Cruces, deren Astronomie-Abteilung 1955 vom Pluto-Entdecker Clyde Tombaugh gegründet wurde.

Debatte noch nicht beendet

Der Forscher Bernie McNamara betonte, die Lehrbücher dürften nicht umgeschrieben werden, weil die Debatte über den Status des Himmelskörpers noch nicht beendet sei. Bei der Entscheidung der Internationalen Astronomischen Union (IAU) auf ihrem Fachkongress in Prag in der vergangenen Woche seien nur 400 der mehreren tausend IAU-Mitglieder vertreten gewesen. Diese hatten eine neue Definition für Planeten beschlossen, die den 1930 entdeckten Pluto zu einem Zwergplaneten herabstufte.

An der Demonstration nahmen Tombaughs Sohn Al und seine Witwe Patricia teil. "Clyde Tombaugh war ein amerikanischer Held", sagte sein Exkollege Herb Beebe. Schon allein aus diesem Grund sollte Pluto seinen Status als vollwertiger Planet behalten.

AP / AP
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?