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Planeten-Debatte: Demo für Pluto

"Größe spielt keine Rolle" - unter diesem Motto sind in den USA Anhänger des Zwergplaneten Pluto auf die Straße gegangen. Sie protestierten gegen die Aberkennung des Planetenstatus Plutos.

Angeführt vom Sohn und der Witwe des Pluto-Entdeckers haben Studenten und Wissenschaftler im US-Staat New Mexico gegen die Degradierung des ehemaligen Planeten demonstriert. Unter dem Motto "Größe spielt keine Rolle" und "Protest für Pluto" versammelten sie sich auf dem Campus der Universität Las Cruces, deren Astronomie-Abteilung 1955 vom Pluto-Entdecker Clyde Tombaugh gegründet wurde.

Debatte noch nicht beendet

Der Forscher Bernie McNamara betonte, die Lehrbücher dürften nicht umgeschrieben werden, weil die Debatte über den Status des Himmelskörpers noch nicht beendet sei. Bei der Entscheidung der Internationalen Astronomischen Union (IAU) auf ihrem Fachkongress in Prag in der vergangenen Woche seien nur 400 der mehreren tausend IAU-Mitglieder vertreten gewesen. Diese hatten eine neue Definition für Planeten beschlossen, die den 1930 entdeckten Pluto zu einem Zwergplaneten herabstufte.

An der Demonstration nahmen Tombaughs Sohn Al und seine Witwe Patricia teil. "Clyde Tombaugh war ein amerikanischer Held", sagte sein Exkollege Herb Beebe. Schon allein aus diesem Grund sollte Pluto seinen Status als vollwertiger Planet behalten.

AP/AP
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