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Spiel zur Rosetta-Mission: Werden Sie zum Kometenjäger

Erstmals in der Geschichte der Raumfahrt beginnt am kommenden Mittwoch die Landung auf einem Kometen. Wer nicht so lange warten will, kann mit diesem Mini-Spiel schon mal üben.

Höhe, Check. Geschwindigkeit, eingestellt. Los geht es: Langsam löst sich der Roboter Philae von der Raumsonde Rosetta und gleitet in Richtung Komet 67P/Churyumov-Gerasimenko. Ein historischer Moment, die erste Landung auf einem solchen Himmelskörper. Dann wird Philae schneller, schießt über die Landezone hinaus und zerschellt schließlich an einigen Felsen.

Fassungslosigkeit - nicht im Kontrollzentrum der europäischen Raumfahrtagentur Esa, sondern vor dem heimischen PC. Die Kometenlandung lässt sich in einem Mini-Spiel der "BBC" nachspielen - anders als in der Realität drückt man bei einem Absturz aber einfach auf die Reset-Taste.

Milimeterarbeit in 500 Millionen Kilometer Entfernung

Im Spiel legt man die Höhe und Geschwindigkeit von Rosetta fest, koppelt Philae ab und schaut was passiert. Vereinfacht dargestellt ist es genau das, was die Esa-Ingenieure am kommenden Mittwoch machen werden. Gegen 9.30 Uhr wird der Landeroboter 22,5 Kilometer über der Kometenoberfläche und rund 500 Millionen Kilometer von der Erde entfernt von der Raumsonde getrennt und rund sieben Stunden lang zur Landezone schweben.

Schon eine Abweichung von wenigen Millimetern pro Sekunde im Orbit der Raumsonde um Churyumov-Gerasimenko könnten bedeutet, dass Philae den Kometen verfehlt oder einfach an ihm zerschellt – das wäre ein Desaster nach einer bereits zehn Jahre dauernden Flugzeit. Ohne lange Wartezeit und Risiko können Hobby-Kometenjäger im Spiel ausprobieren wie es sich anfühlt den kleinen Roboter bei der Landung zu begleiten und zumindest ein bisschen nachempfinden, wie es den Esa-Forschern nächste Woche gehen wird.

Hier geht es zum Spiel!

Dominik Brück
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